Porto, Februar 2011
- Kurztrip von Tomasz und Buzz -
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Sonntag, Tag3:

Aufgrund des für unsere Verhältnisse durchaus frühen vorangegangenen Abflugs ins Dreamland (gegen vier Uhr in der Früh) nehmen wir das Frühstück dankend mit, ehe die Zeit des Abschieds naht. Mittags wird Buzz von Rainer zurück nach Frankfurt/Hahn geflogen. Ich begleite ihn bis zur Metrostation Trindade, wo er aus der (gelben) Linie D in die (violette) E zum Aeroporto De Porto umsteigt und mich alleine in der nordportugiesischen Hafenstadt zurücklässt. Der Himmel weint und auch mir ist nun, wieder auf mich allein gestellt, nicht gerade nach Sambatanzen zumute. Eher nach einem zutiefst melancholischen Fado (w).

Ich verkrümel mich zurück auf die Bude, schmeisse das im Übernachtungspreis inkludierte drahtlose Internet an und ziehe mir ein paar Folgen meiner derzeitigen Lieblingsfernsehserie rein. So gut es geht. Der von draußen kommende Straßenlärm ist ohrenbetäubend, unerträglich. Wütend trete ich auf den Balkon um den lärmenden Vehikeln böse die geballte Faust zu zeigen und stelle fest, dass sich das Wetter zu bessern scheint.

Also packe ich meine Hüpferlitasche und fahre als erstes zur Station Jardim do Morro, von wo aus ich einen ausgiebigen Stadtspaziergang starte.

Blick vom Jardim do Morro auf die Ponte Dom Luís I

Porto - Blick vom Jardim do Morro auf die Ponte Dom Luís I

Porto - Zentrum

Porto - Zentrum

Porto - La Ribeira, Douro und Stadtzentrum vom Jardim do Morro aus fotografiert

Porto - La Ribeira, Douro und Stadtzentrum

Porto - Ribeira (w)

Porto - Ribeira (w)

Blick von der Ribeira auf die Ponte Dom Luís I (w)

Blick von der Ribeira auf die Ponte Dom Luís I (w)

Zu Fuß unterwegs in Porto, Februar 2011

Zu Fuß unterwegs in Porto, Februar 2011

Nachdem ich alleine auf den Spuren des Sommers 2007 durch das historische Herz Portos (in Ufernähe) getapert bin, steige ich in den Bus nach Matosinhos. Kaum am Sea Life Center angekommen fängt es natürlich an zu schiffen. Und zwar so richtig. Wenn schon, denn schon. So ein Mist. Ich hasse Mist!

Die Regenfront zieht landeinwärts gen Osten, a ptschiu!

Die Regenfront zieht landeinwärts gen Osten, a ptschiu!

Schon sieht die Welt wieder anders aus, Matosinhos im Februar 2011

Das das Wetter in diesen Gefilden wechselhaft ist, kann ich nicht erst seit dem heutigen Tage fett unterstreichen. Regen und Sonnenschein wechseln sich nahezu durchgängig im halbstündlichen Takt ab und sorgen dafür, dass ich mich kaum irgendwo niederlassen kann. Letzten Endes habe ich an der Käseburg Glück und erwische eine zweistündige Phase der Trockenheit zum Styleaufsaugen und Seitenfüllen an einem PSF-freien, noch dazu windgeschützten Asselplatz mit Blick aufs Meer.

Schöner Asselplatz mit Blick auf den Atlantik, Matosinhos

Schöner Asselplatz mit Blick auf den Atlantik, Matosinhos

Alles andere als beständig, das sich über dem Atlantik zusammenbrauende Wetter an der Küste bei Matosinhos, Portugal

Alles andere als beständig, das sich über dem Atlantik permanent neu zusammenbrauende Wetter an der Küste bei Matosinhos, Portugal

Es fängt erneut an zu schiffen und so packe ich meinen Krempel wieder zusammen und fahre mit dem Douro-Bus nach Foz, wo ich die Sonne hinter dem Horizont verschwinden sehe. Alles getreu dem Tagesmotto: auf den Spuren des Sommers 2007.

Sonnenuntergang in Foz

Sonnenuntergang in Foz

Dem Tagesmotto folgend lege ich auf der Fahrt zurück ins Zentrum Portos einen Zwischenstopp am 2007er Chillplatz am Rio Douro ein. Lausche den vertrauten MP3-Klängen und freue mich, sein zu dürfen wo ich gerade bin.

2007er Asselplatz am Rio Douro

2007er Asselplatz am Rio Douro, Februar 2011

Bevor ich mich auf mein viel zu lautes Gemach zurückziehe, kehre ich in der portugiesischen Version einer tschechischen Herna-Bar ein und werde sofort wiedererkannt. Karel Brückner kommt hinter seinem Tresen hervor und gibt mir zur Begrüßung fünf. Ich soll mich setzen, das wohltemperierte Superbock zum unschlagbaren Preis von einem Euro lässt, ebenso wie sein deutsch-portugiesisches Kauderwelsches, nicht lange auf sich warten. Nach zwei Superbock mache ich die Meile, verabschiede mich und kehre auf die lausige Butze zurück. Mache es mir mit einem räudigen Cergal und dem Laptop auf dem Balkon bequem und verabschiede mich schon mal gedanklich von Porto.

Adieu Residential in der Krachmacherstraße, adieu Porto!

Adieu Residencial in der Krachmacherstraße - adeus, Porto!

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