Lissabon und die Azoren (Sao Miguel), Januar 2016
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Tag5:

Viertel vor Fünf stehe ich auf. Schnell duschen und fertig machen, dann wartet das gestern seitens des Hotels proaktiv bereitgestellte Frühstück auf mich. Ein toller Start in den Tag.


Ein toller Start in den Tag

Eine halbe Stunde später erreiche ich den Flughafen. Hier ist total "Tote Hose". Leider sind auch die Mietwagenschalter, die an und für sich ab 5h in der Früh besetzt sein sollen, wie ausgestorben. Als erstes stehe ich fünf Minuten an der die Zufahrt zum Rückgabeparkplatz versperrenden Schranke und drücke wie wild auf den Klingelknopf, woraufhin zunächst nichts geschieht da die Gegensprechanlage offenbar nicht funktioniert. Die Zeit rinnt davon. Dann kommt eine Angestellte, die den Clio kurz checkt und mir bedeutet, zum Schalter im Terminal zu gehen.

Der Schalter ist verwaist und ich komme mir verarscht vor. Des Rätsels Lösung ist, dass die Frau von eben zu dieser Zeit die einzige Angestellte und somit das Mädchen für alles ist. Fazit zum Vermieter Ilha Verde: top!

Für die Inanspruchnahme der Dienste Ryanairs sprechen nicht nur die konkurrenzlos niedrigen Preise sondern auch die Zuverlässig- und Pünktlichkeit. Der Flug von Ponta Delgada nach Lissabon hat 9,99€ gekostet und ist natürlich pünktlich. Ich ergattere eine Dreierreihe für mich alleine und haue mich hin.

Sonnenaufgang während des Ryanair-Flugs von Ponta Delgada nach Lissabon
Sonnenaufgang während des Ryanair-Flugs von Ponta Delgada nach Lissabon

Kaum in Lissabon gelandet schreibe ich der Unterkunft meines Vetrauens für die folgende Nacht eine Email in der ich mein frühes Erscheinen gegen elf Uhr ankündige und um ein Zimmer ganz weit oben mit Tejo-Blick bitte. Nach der Sparfuchs-Bude am ersten Triptag, der Pension Elegante, gönne ich mir heute mal wieder etwas gediegeneres, und zwar das Turim Alameda. Vier Sterne mit Frühstück für circa 45,-€, das passt. Besonders vorteilhaft ist die Lage, knapp fünf Gehminuten von der Metrostation Alameda, einem wichtigen Umstiegspunkt im Lissabonner U-Bahnnetz (Schema; Öffi-Karte). Perfekt auch, dass die Linha Azul vom Flughafen direkt dorthin fährt.

In Alameda kehre ich an die Erdoberfläche zurück und staune über den riesigen, stylishen und am östlichen Ende mit einem kolossalen Brunnen verzierten Jardim da Alameda Dom Afonso Henriques. Schöne Gegend.

Jardim da Alameda Dom Afonso Henriques, Blick von West nach Ost hin zum Brunnen
Jardim da Alameda Dom Afonso Henriques, Blick von West nach Ost hin zum Brunnen Fonte Luminosa

Den Fonte Luminosa werde ich mir später ansehen, zunächst eile ich zum Hotel Turim Alameda.

Geradeaus lockt das Turim Alameda, rechter Hand eine stylishe Datsun-Karre, die ich mir genauer anschaue
Geradeaus lockt das Turim Alameda, rechter Hand eine stylishe Datsun-Karre, die ich mir genauer anschauen muss
Wow, cooler Wagen!
Wow, cooler Wagen!
Perfektes Design!
Perfektes Design!

Ebenso perfekt wie das Design des Datsuns ist der Empfang im Hotel. Das Zimmer ist bereits bezugsfertig und befindet sich wie gewünscht ganz weit oben im dreizehnten Stock. Es bietet einen Blick über Lissabon hin zum Tejo, ausreichend Platz, kostenfrei nutzbares Wlan, eine Minibar, einen Wasserkocher, einen großen Fernseher ohne deutschsprachige Programme und eine Badewanne. Eine Badewanne, astrein. Ich mache mir einen Kamillentee und lege mich in die Wanne. Beim Entspannungsbad überlege ich, was ich heute in Lissabon mache und entscheide mich für einen Besuch bei der Christo Rei Statue.

Schönes Zimmer im Turim Alameda
Schönes Zimmer im Turim Alameda
Jippieh, eine Badewanne; Zimmer im Turim Alameda
Jippieh, eine Badewanne; Zimmer im Turim Alameda

Nach dem Bad optimiere ich die Neue Hüpferlitasche und staune mal wieder über das Fassungsvermögen eben jener.

Was nicht alles in so eine Hüpferlitasche hineinpasst (mit der Nummer könnte ich glatt als Zauberer auftreten)
Was nicht alles in so eine Hüpferlitasche hineinpasst (mit der Nummer könnte ich glatt als Zauberer auftreten)
Blick aus dem Hotelzimmerfenster
Blick aus dem Hotelzimmerfenster
Blick aus dem Hotelzimmerfenster; mittig/halbrechts sieht man die Christo Rei Statue, zu der es mich nun zieht
Blick aus dem Hotelzimmerfenster; mittig/halbrechts sieht man die Christo Rei Statue, zu der es mich nun zieht

Bei leichtem Nieselregen, der mich spätestens seit den ersten beiden Tagen auf Sao Miguel kalt lässt, ziehe ich los. Zum Brunnen "Fonte Luminosa" (w).

Brunnen "Fonte Luminosa"
Brunnen "Fonte Luminosa"

Beeindruckendes Teil. Schade, dass zur Zeit meines Besuchs kein Wasser durchrauscht.

Blick vom Brunnen "Fonte Luminosa" gen Westen
Blick vom Brunnen "Fonte Luminosa" gen Westen

Mit der Metro fahre ich zur Haltestelle Intendente. Ziel ist der Lidl in Anjos, den ich im Januar 2015 entdeckte.

Metrostation Alameda
Metrostation Alameda
In dem gelben Haus gegenüber der Haltestelle Intendente befindet sich die Residential Roxi, in der ich im Januar 2015 eine harte Nacht verbrachte...
In dem gelben Haus gegenüber der Haltestelle Intendente befindet sich die Residencial Roxy, in der ich im Januar 2015 eine harte und ätzende Nacht verbrachte...


Das ätzendste an der Bude war die extreme Lärmbelästigung. Die Fenster waren mies isoliert und der Krach von draußen ließ sich auch mit Ohropax kaum wegfiltern. Darüber hinaus erwischte ich eines der vermutlich beschissensten Zimmer überhaupt, eines direkt im Treppenhaus. Lange habe ich nicht geschlafen. Gut ist jedoch außer dem Preis (unter 20,-€) die Lage. Die Entdeckung des Aussichtspunkts Nummer Eins verdanke ich nämlich der Übernachtung im Roxy. Und den Lidl entdeckte ich damals ebenfalls.

Residential Roxi von außen Mein Zimmer im Treppenhaus
Residencial Roxy von außen
Mein Zimmer im Treppenhaus

Zimmer in der Residencial Roxy, anständig aber laut!
Kurz schwelge ich in Erinnerungen an die miese Nacht und den Trip an sich, dann latsche ich zum Lidl.

Lidl in Anjos in der R. Maria da Fonte
Lidl in Anjos in der R. Maria da Fonte

Nach dem Einkauf fahre ich mit der Metro zur Endstation Cais do Sodre und spiele kurz mit dem Gedanken, einen Abstecher nach Estoril und/oder Cascais, an den offenen Atlantik zu machen. Und steige dann doch ins Boot, dass mich aufs Südufer des Tejo bringt.

Südufer des Tejo
Südufer des Tejo, Blick auf die Ponte 25 de Abril (w)
Tejo, Südufer
Tejo, Südufer

Tejo, Südufer

Von hier aus hat man einen tollen Blick auf Lissabon. Zum Tagesausklang werde ich, das beschließe ich während ich kurz snacke, hier in Cacilhas am Tejo abasseln.

Blick von Cacilhas auf Lissabon
Blick von Cacilhas auf Lissabon

Der Bus mit der Nummer 101 bringt mich hoch zur Jesusstatue. Tickets gibt´s beim Fahrer und kosten wenig.

Bus der Linie 101, die Cacilhas mit der Jesusstatue verbindet und wenn ich mich recht erinnere halbstündlich verkehrt
Bus der Linie 101, die Cacilhas mit der Jesusstatue verbindet und wenn ich mich recht erinnere halbstündlich verkehrt

Die Jesusstatue ist eine alte Bekannte und so verzichte ich heute darauf, mit dem Lift ganz nach oben zu fahren.

Ponte 25 de Abril von der Jesusstatue aus betrachtet
Ponte 25 de Abril von der Jesusstatue aus betrachtet
Jesusstatue, Lissabon
Jesusstatue, Lissabon


Nachfolgend ein paar Fotos von ganz oben, von der Aussichtsplattform der Jesusstatue, aufgenommen im Januar 2015:

Und ein Foto von der "Ponte", wie die Einheimischen sie kurz und bündig nennen, in der Abenddämmerung:

Und eines von der angestrahlten Jesusstatue:


Nachdem ich kurz ausgeruht und zu Abend gegessen habe, fahre ich mit der 101 wieder zurück nach Cacilhas.


Zurück in Cacilhas

Die Gegend direkt gegenüber der Lissabonner Alstadt ist erstaunlich wenig frequentiert, so dass sich der PSF in einem sehr angenehmen Rahmen (2-3) bewegt. Ich okkupiere eine bequeme Sitzgelegenheit, fülle Seiten und lasse die Umgebung intensivst auf mich wirken. Ein toller Platz zum entspannten Abhängen.

Blick von Cacilhas auf die Lissabonner Altstadt
Blick von Cacilhas auf die Lissabonner Altstadt
Blick von Cacilhas auf die Lissabonner Altstadt
Blick von Cacilhas auf die Lissabonner Altstadt

Blick von Cacilhas Richtung Seixal (da werde ich nächstes Mal hinfahren)

Wie so oft vergeht die Zeit viel zu schnell. Schon ist´s dunkel und ich kehre zurück zum Hotel. Wenn ich schon so eine tolle Bude habe, will ich sie auch nutzen.

Baden, Tasche schonmal packen, im Internet surfen und hundemüde Wegpennen. Damit ist der Rest des Tages hinreichend beschrieben.

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