Mietwagen-Trip,
Mai 2015: England und Wales
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Tag1: Hamburg (HAM) - Manchester (MAN) - Pennplatz "Mittelengland"
Es ist mal wieder an der Zeit, einen Oldschool-Trip zu starten. Einen klassischen, mit Mietwagen. Einen Roadtrip, bei dem auch der Weg das Ziel ist. An dem vermeintlich ausgelutschten Sprichwort ist einiges dran! Dass auf diese Weise auch noch ein neuer Länderpunkt seinen Weg aufs Konto schaffen wird, ist ein mehr als angenehmer Bonus, den wir gern mitnehmen. Wir sind ausgewiesene Fans Großbritanniens und so ist es ein Wunder, dass wir es bisher nicht nach Wales geschafft haben. Das wird sich nun ändern. Als erstes treten wir unsere Fahrt zum Hamburger Flughafen an. Easyjet wird uns nach Manchester bringen.
Ich erreiche HAM über eine Stunde eher als Ulf und suche einen Platz zum Verasseln der Wartezeit. Bei der Fußgeherbrücke über die autobahnähnliche Schnellstraße nordöstlich vom Flughafen werde ich fündig.
Halb links ist sie, die Fußgeherbrücke,
HH-Airport
Die Fußgeherbrücke
führt vom Terminal des HH-Airports direkt in ein gutbürgerliches Wohngebiet
(Für lau parken? Nur mit Anwohnerschein)
Eine Fußgeherbrücke
führt direkt vom gutbürgerlichen Wohngebiet (Parken? Nur mit Anwohnerschein)
zum Terminal
des HH-Airports und bietet einen einigermaßen annehmbaren Asselplatz
Ulf trifft ein. Ab zum Jet und auf nach England.
Gelandet in Manchester
Das letzte Mal in Manchester waren wir zusammen anläßlich eines Party-Trips im September 2012. Das britische Nachtleben hat nicht umsonst einen legendären Ruf. Auch Manchester kann eine ganze Menge. Nein, es ist nicht zu fassen wie fix die Zeit vergeht.
Gelandet in Manchester
Über die Landung und die Entgegennahme des Mietwagens ebenfalls nicht. Es ist, welch Überraschung, ein Ford Fokus. Fast könnte man meinen, dass es in der gebuchten Fahrzeugkategorie überhaupt keine anderen Fahrzeuge in den Pools der Vermieter gibt. Mit dem Fokus wollen wir noch bis kurz vor Wales durchbrettern, unterwegs einkaufen und dann kurz vor Einbruch der Dunkelheit einen lauschigen Pennplatz finden.
Hier nun eine absolute Neuerung, eine Übersichtskarte zum Tagesgeschehen bzw. Tagestripverlauf. Viel Spaß. Häh, eine Karte auf einer meiner Seiten, nachdem ich mich doch unlängst derart über Kartenwünsche ausgelassen habe? Nun, auch ich darf meine Meinung ja mal ändern, gell? Und gerade bei einem Roadtrip macht sowas Sinn, das leuchtet mir ein. Möglicherweise werde ich auch zukünftig immer wieder mal Karten einbetten. Vielleicht sogar vergangene TRs nachrüsten. Mal sehen. Kostet halt alles Zeit. Die meisten von euch haben vermutlich keinen blassen Schimmer davon, wielange die Erstellung eines solchen Berichts wie Du ihn gerade liest, überhaupt dauert. Was soll´s, weiter im Text.
Daraus wird jedoch leider nichts, ein extrem ätzender Megastau macht uns einen Strich durch die Rechnung. Nichts geht mehr. Der Verkehr steht still. Nach über zwei Stunden erreichen wir endlich einen Rastplatz, Keele Services. Erstmal raus aus dem Stau und neu sortieren, einen neuen Plan schmieden. Weit sind wir nicht gekommen, maximal 50km bis auf Höhe Stoke-On-Trent. Mal auf dem aus allen Nähten platzenden Rastplatz umsehen. Zu kaufen gibt es dort für uns nichts mehr, der supermarktähnliche Shop hat vor wenigen Minuten geschlossen und auf kostspielige Gaststättennahrung verzichten wir eisern. Stattdessen füllen wir unsere lütten 0,5L-Flässchen, die uns an Bord des Jets treue Dienste leisteten, auf dem öffentlichen Klo auf. Dort lassen wir auch unsere sich der Dehydration nähernden Körper kamelartig vollaufen. Übernachten können wir hier nicht, ein Aufenthalt länger als zwei Stunden kostet 11,-GBP. Notgedrungen schauen wir uns dennoch um, zu Fuß. Wir entdecken eine vom Rastplatz zu einer Landstraße führende Zufahrt
Sauber. Entsprechend erleichtert verlassen wir über eine an und für sich dem regulären Verkehr nicht freigegebene Straße den Rasthof an der M6 namens Keele Services.
Inzwischen ist es dunkel geworden, wir haben nur minimale Wasservorräte (pro Kopf 0,5L) und nichts zu futtern. Da müssen wir nun durch und suchen nach einem PKW-Pennplatz. Werden fündig. Richten uns ein. Entdecken am Waldrand in Sichtweite ein Lagerfeuer. Unheimlich. Hören auf mein Bauchgefühl, fahren weiter und werden nach wenigen Kilometern erneut fündig. Ein Rastplatz an einer Landstraße. Nicht gerade deluxe aber akzeptabel. Sind eh hundemüde, da kann uns fast nichts und niemand auf unserer Reise ins Dreamland aufhalten.