Tagesausflug nach Hessen
Stadtbesichtigungen in den bislang (recht) unbekannten Städten Fulda und Gelnhausen (Januar 2018)

An einem Montag im Januar des jungen Jahres 2018 erwartet mich ein frühmorgendlicher Termin in Frankfurt am Main, der eine Anreise am Vortag erforderlich macht. Ziemlich ätzend dadurch den Sonntag zerpflücken zu müssen aber da muss ich durch. Wesentlich erträglicher wird es jedoch dadurch, dass ich angesichts des lockenden guten Wetters aus der vermeintlichen Not eine Tugend mache und bereits den Weg zum Ziel umwandle. Wie das? Indem ich schon am Sonntagvormittag losfahre und unterwges hier und dort mal aussteige und mich umsehe. Wo? Nun, auf der Strecke nach Frankfurt liegt die bislang sträflich vernachlässigte Barockstadt Fulda und eine über einen historischen Stadtkern mit liebreizenden Fachwerkhäusern, reicher Geschichte als Barbarossastadt sowie einen für den Tagesausklang prognostiziert bestens geeigneten Asselplatz verfügende bislang komplett unbekannte Stadt, deren Namen ich bis vor wenigen Tagen nicht einmal gehört hatte: Gelnhausen. Und noch viele andere sicher sehenswerte Städte (zum Beispiel Kassel, und zwar besonders des Bergparks Wilhelmshöhe samt Herkules wegen) mehr, keine Frage. Die Zeit jedoch ist im Januar generell begrenzt.

Karte? Karte.

Und so breche ich an einem klaren wie kalten Januar-Sonntag gegen 10h vom Zuhause auf und latsche als erstes auf altbekannten Wegen zum Hauptbahnhof.

Als erstes latsche ich auf altbekannten Wegen zum Hauptbahnhof
Hannover; als erstes latsche ich auf altbekannten Wegen zum Hauptbahnhof
Auf dem Weg vom Domizil zum Hauptbahnhof komme ich an diesem einigen Lesern durchaus bekannten wie geschichtsträchtigen Ort vorbei, an dem öfters mal der sogenannte "Final Cut" vollzogen wurde (Jahre her aber die Erinnerung ist frisch, klarer Fall)
Auf dem Weg vom Domizil zum Hauptbahnhof komme ich an diesem einigen Lesern durchaus bekannten wie geschichtsträchtigen Ort vorbei, an dem öfters mal der sogenannte "Final Cut" vollzogen wurde (Jahre her aber die Erinnerung ist frisch, klarer Fall)

Oh man, wie ich es hasse: die Anzeige über den Sitzen (ob reserviert oder nicht) ist offensichtlich gestört und so steht auf jeder einzelnen lediglich" ggf. freigeben", na super. Zunächst scheint der ICE schwach ausgelastet aber kurz vor der Abfahrt taucht dann plötzlich eine Jugendgruppe samt Begleitern auf. Die haben natürlich alle einen reservierten Sitzplatz in genau dem Waggon, indem ich mich als ich noch freie Platzwahl zu haben glaubte pflanzte, so ein Mist. Und in den anderen Waggons schaut es inzischen dermaßen beengt aus, dass der eine oder andere Mitreisende sich bereits auf dem Gang zwischen den Waggons eingerichtet hat. Wundersamerweise jedoch kann ich sitzen bleiben, obwohl rund um mich herum alles seitens der Gruppe reserviert ist. Manchmal hat man halt Glück.

Die anderthalb Stunden bis zu meinem ersten Ziel vergehen der Teenagergespräche um mich herum wegen kurzweilig und schon stehe ich am Bahnhof von Fulda und frage mich, ob ich die mich begleitende Neue Hüpferlitasche für die Dauer meines Aufenthalts in einem der Bahnhofsschließfächer deponieren sollte.

Angekommen am Bahnhof von Fulda
Angekommen am Bahnhof von Fulda
Hauptfassade des Fuldaer Bahnhofs
Hauptfassade des Fuldaer Bahnhofs

Da ich mir aufgrund zweier elementarer Faktoren (1. Die Tageskürze im Januar und 2. der Umstand, dass mein heutiges Hauptziel nicht Fulda sondern Gelnhausen ist) eh nur eine bis maximal zwei Stunden Aufenthalt in Fulda leisten kann beschließe ich, dass es auch so gehen muss und ziehe Richtung Altstadt los.

Blick vom Fuldaer Bahnhof stadteinwärts
Blick vom Fuldaer Bahnhof stadteinwärts
Blick zurück zum Fuldaer Bahnhof
Blick zurück zum Fuldaer Bahnhof

Nach vom Bahnhof aus knapp zehn trödeligen Gehminuten erreiche ich schließlich die Altstadt der um die 70.000 Einwohner zählenden Hochschul-, Barock- und Bischofsstadt Fulda. Im Artikel (w) auf Wikipedia steht unter anderem folgendes über Fulda geschrieben: "Die Stadt Fulda am gleichnamigen Fluss ist das Oberzentrum der Region Osthessen und die neuntgrößte Stadt Hessens. Sie ist die Kreisstadt des Landkreises Fulda und eine von sieben Sonderstatusstädten Hessens. Fulda ist die größte Stadt in der Region Osthessen und deren politisches und kulturelles Zentrum. Die Stadt gehört zum Rhein-Main-Gebiet, eine der elf europäischen Metropolregionen in Deutschland. Fulda war Sitz des Klosters Fulda und ist eine Hochschul-, Barock- und Bischofsstadt mit Bischofssitz des gleichnamigen Bistums. Wahrzeichen der Stadt ist der Dom St. Salvator."

Gleich zwei Sehenswürdigkeiten auf einem Foto: Stadtpfarrkirche St. Blasius (rechts) und Altes Rathaus (erbaut um 1500 herum; links), Fulda
Gleich zwei Sehenswürdigkeiten auf einem Foto: Stadtpfarrkirche St. Blasius (rechts) und Altes Rathaus (erbaut um 1500 herum; links), Fulda
Stadtpfarrkirche St. Blasius
Stadtpfarrkirche St. Blasius

Im Inneren der Stadtpfarrkirche St. Blasius

Fulda hat etliche Sehenswürdigkeiten zu bieten, auf deren Nennung ich verzichte da es eine entsprechende Liste hier (w) zu sehen gibt und die m.E. gelungene Seite der Fuldaer Touri-Info sehr ergiebig ist. Kurzum: Fulda gefällt mir gut.

Bonifatiusplatz
Bonifatiusplatz
Blick zurück Richtung Fuldaer Altstadt
Blick zurück Richtung Fuldaer Altstadt
1706 bis 1714 erbautes Fuldaer Stadtschloss
1706 bis 1714 erbautes Fuldaer Stadtschloss (w)
Dom St. Salvator zu Fulda und rechts die nördlich des Doms auf dem Michaelsberg gelegene Michaelskirche
Dom St. Salvator zu Fulda (w) und rechts die nördlich des Doms auf dem Michaelsberg gelegene Michaelskirche (w)
Blick zurück aufs barocke Fuldaer Stadtschloss
Blick zurück aufs barocke Fuldaer Stadtschloss

Den Höhepunkt (im wahrsten Sinne des Wortes) wird für mich ein Besuch auf dem Frauenberg, wo sich das gleichnamige Franziskanerkloster (w) befindet und von wo aus man eine tolle Aussicht genießen können soll, darstellen. Enstprechend latsche ich hin und hinauf.

Blick zum auf einem Hügel (dem Frauenberg) thronenden Kloster Frauenberg, Fulda
Blick zum auf einem Hügel (dem Frauenberg) thronenden Kloster Frauenberg, Fulda
Voilà: das auf dem Hügel (dem eine Top-Aussicht über Fulda bietendenFrauenberg) thronenden Kloster Frauenberg
Voilà: das auf dem Hügel (dem eine Top-Aussicht über Fulda bietenden Frauenberg) thronenden Kloster Frauenberg
Blick gen Süden: Top-Aussicht über Fulda, vom Frauenberg aus
Blick gen Süden: Top-Aussicht über Fulda, vom Frauenberg aus
Die barocke Kirche des Klosters Frauenberg
Die barocke Kirche des Klosters Frauenberg

Eine Asselei hier oben wäre sicherlich möglich, gesetzt der Fall man kann mit einem relativ hohen PSF leben. Bänke gibt es mehrere und vermutlich auch ruhigere, intimere Ecken. Wie auch immer, heute bin ich nicht zum Asseln da sondern lediglich um Fulda kurz und bündig in Augenschein zu nehmen. Gelnhausen wartet bereits.

Weil sie so schön ist serviere ich sie gleich nochmal, die Top-Aussicht über Fulda, vom Frauenberg aus
Weil sie so schön ist serviere ich sie gleich nochmal, die Top-Aussicht über Fulda, vom Frauenberg aus

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich es tatsächlich noch schaffen könnte, den nächsten RE Richtung Frankfurt am Main (mit Halt in Gelnhausen, wo ich den Tag ausklingen lassen will) zu erwischen. Entsprechend motiviert marschiere ich, nachdem ich meinen Blick erneut intensiv-aufsaugend schweifen gelassen habe, los.

Dieser Weg führt hinauf auf den Frauenberg bzw. in diesem meinen Fall nun auch wieder hinunter...
Dieser Weg führt hinauf auf den Frauenberg bzw. in diesem meinen Fall nun auch wieder hinunter...

Eine knappe Viertelstunde später erreiche ich den Fuldaer Hauptbahnhof. Drei Minuten vor der Abfahrt des REs setze ich mich in den nahezu leeren Zug und wechsle als erstes das vom Marsch her klitschenass geschwitzte T-Shirt gegen ein trockenes. Anschließend geht die Fahrt schon los. Interessiert lasse ich die Landschaft an meinem Auge vorüberziehen und freue mich über das gute Wetter. Im Januar kann es bekanntlich wettertechnisch wesentlich beknackter aussehen, das ist klar.

Eine Besteigung des aus dem Zugfensters heraus erblickten Hügels wäre nach natürlich ganz meinem Geschmack...
Eine Besteigung des aus dem Zugfensters heraus erblickten Hügels wäre ganz nach meinem Geschmack...
Gelnhausen ist in Sicht
Gelnhausen ist in Sicht

Eine Stunde nach Abfahrt in Fulda erreiche ich mit dem RE Gelnhausen (w). Wikipedia schreibt u.a.: "Die Barbarossastadt Gelnhausen ist Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises im Südosten Hessens. Sie liegt auf halber Strecke zwischen Frankfurt am Main und Fulda am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes. Mit langgestrecktem Unter- und Obermarkt, fünf erhaltenen Tortürmen und Teilen der alten Stadtbefestigung hat sich die frühere Reichsstadt ihr mittelalterliches Gepräge erhalten. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts nannte sich ein (zuvor in Langenselbold ansässiger) Zweig des Adelsgeschlechts der Reginbodonen nach Gelnhausen, die Grafen von Selbold-Gelnhausen. Die Stadtgründung von Gelnhausen erfolgte im Jahr 1170 durch Kaiser Friedrich I. (Barbarossa), was ihr den heute geläufigen Beinamen „Barbarossastadt“ einbrachte. Die Blüte war von kurzer Dauer. Die Verpfändung der Stadt durch Kaiser Karl IV. 1349 und der Dreißigjährige Krieg warfen sie auf regionale Bedeutung zurück."

Ein Kuriosum ist der Umstand, dass hier in Gelnhausen der Hageltag gefeiert wird. Wikipedia dazu: "Seit einem schweren Hagelsturm im Mittelalter, der die Stadt vor einer weitgehenden Zerstörung durch eine Feuersbrunst bewahrte, begeht man in jedem Jahr am 15. August den sogenannten Hageltag im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes."

So genug der Vorinformationen, es ist an der Zeit den großen Stadtspaziergang zu starten.

Angekommen in Gelnhausen, der Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises im Südosten Hessens
Angekommen in Gelnhausen, der Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises im Südosten Hessens
In der Unterführung der Gleise des Gelnhausener Bahnhofs begrüßt, wie praktisch, dieser Stadtplan den Besucher der Stadt
In der Unterführung der Gleise des Gelnhausener Bahnhofs begrüßt, wie praktisch, dieser Stadtplan den Besucher der Barbarossastadt
Gelnhausener Bahnhof
Gelnhausener Bahnhof

Vom Bahnhof aus latsche ich zunächst zur Kinzig und überquere den Fluss. Wenig später erreiche ich dann auch schon das Zentrum samt Altstadt.

Gelnhausen, auf dem Weg vom Bahnhof zur sehenswerten Altstadt
Gelnhausen, auf dem Weg vom Bahnhof zur sehenswerten Altstadt
Dieser Gelnhausener Bäckerei würde ich (der eine oder andere Leser weiß spätestens nach genauerem Hinsehen sofort, weshalb... ) definitiv über den Weg trauen
Dieser Gelnhausener Bäckerei (übrigens eine Kette mit etlichen auch unter Franchise laufenden Ablegern) würde ich (der eine oder andere Leser weiß spätestens nach genauerem Hinsehen sofort, weshalb... ) definitiv über den Weg trauen
Das Kaufhaus "JOH" hat gewiss schon bessere Zeiten erlebt
Das Kaufhaus "JOH" hat gewiss schon bessere Zeiten erlebt
Zu Fuß unterwegs in Gelnhausen
Zu Fuß unterwegs in Gelnhausen (hier überquere ich gerade die Kinzig)
Die Kinzig, fotografiert in Gelnhausen
Die Kinzig (w), die in Sterbfritz (w; fremdes Foto der dortigen Quelle) entspringt und in Hanau in den Main mündet, fotografiert in Gelnhausen

Weniger als zehn Minuten sind es übrigens vom Bahnhof bis aufs andere Ufer der Kinzig, zum Ziegelturm.


Ziegelturm, Gelnhausen

Schmidtgasse, Blick Richtung Untermarkt (Gelnhausen)
Schmidtgasse, Blick Richtung Untermarkt (Gelnhausen)
Leider derzeit eingerüsteter, zwischen 1447 und 1478 (während der Hussitenkriege) erbauter Hexenturm
Leider derzeit eingerüsteter, zwischen 1447 und 1478 (während der Hussitenkriege) erbauter Hexenturm, der zunächst Fratzenstein genannt wurde

Zum Gelnhausener Hexenturm schreibt Wikipedia u.a.: "Der Hexenturm ist ein original erhaltener Geschützturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Erbaut wurde er zwischen 1447 und 1478 während der Hussitenkriege, um die Stadt gegen Angriffe der Taboriten (einer radikalen Gruppe von Hussiten) zu schützen. Deren Bewaffnung umfasste nämlich auch kleinere Belagerungsgeschütze. Da diese auf Wagen des Trosses fest montiert waren, stellten sie eine in dieser Form unbekannte Gefahr dar. Der mit 24 Metern Gesamthöhe und 9 Metern Durchmesser für seine Zeit recht beachtliche Rundturm war eine Reaktion auf diese technische Neuentwicklung. Der Bau wurde an die bestehende Stadtmauer angelehnt. Seine Position wurde so gewählt, dass die Brücke zwischen Gelnhausen und der Gemeinde Burg von ihm aus geschützt werden konnte. In der ersten Zeit seines Bestehens wurde der Turm Fratzenstein genannt. Den Namen Hexenturm erhielt er, weil während der Hexenverfolgungen vermeintliche Hexen dort eingekerkert wurden. In den Jahren 1584 bis 1633 wurden in Gelnhausen mindestens 54 Personen, überwiegend Frauen, wegen angeblicher Hexerei angeklagt, gefoltert und hingerichtet." Soviel mal zum Thema "Finsteres Mittelalter"... .

Weiter geht´s in die Altstadt, genauer gesagt zum von Fachwerkhäusern geschmückten Untermarkt.

Sehenswertes Ensemble gut erhaltener Fachwerkhäuser samt Marienkirche, Gelnhausen
Sehenswertes Ensemble gut erhaltener Fachwerkhäuser samt Marienkirche, Gelnhausen

Bereits nach kurzer Zeit habe ich Gelnhausen ins Herz geschlossen und weiß, dass meine Wahl auf die richtige Stadt gefallen ist. An dieser Stelle ein absoluter Top-Link, der Gelnhausen perfekt portraitiert und voller Details und weiterführenden Information und Hintergründe steckt: Link [anklicken lohnt absolut (!), sonst wäre es ja schließlich auch kein Top-Link].

Wohl wahr, wohl wahr!
Wohl wahr, wohl wahr!

Auch bezüglich dieser Weiseheit gilt: "Wohl wahr, wohl wahr!"
Marienkirche, Gelnhausen
Marienkirche, Gelnhausen
Marienkirche, Gelnhausen
Marienkirche, Gelnhausen

Gelnhausener Rathaus, Obermarkt
Gelnhausener Rathaus, Obermarkt
Blick über den Obermarkt auf die Kirche St. Peter (die ihren Ursprung im frühen 13. Jahrhundert hat und zwischenzeitlich kurioserweise als Zigarrenfabrik genutzt wurde, ehe die katholische Kirche das Gotteshaus 1920 zurück kaufte; Gelnhausen
Blick über den Obermarkt auf die Kirche St. Peter (die ihren Ursprung im frühen 13. Jahrhundert hat und zwischenzeitlich kurioserweise als Zigarrenfabrik genutzt wurde, ehe die katholische Kirche das Gotteshaus 1920 zurück kaufte; Gelnhausen

Leicht oberhalb der Stadt gibt es den Stadtgarten, in welchem sich das Festungsgebäude "Halbmond" befindet. Von eben jenem Halbmond aus bietet sich eine spitzenmäßige Aussicht über Gelnhausen und das Kinzigtal. Dort will ich die letzten beiden Stunden des Tageslichts genießen und meinen Blick durch die Umgebung schweifen lassen.

Unterwegs in der Altstadt Gelnhausens, Blick auf die Marienkirche
Unterwegs in der Altstadt Gelnhausens, Blick auf die Marienkirche

Oberhalb der Stadt Gelnhausen gelegene, circa 1535 erbaute und eine spitzenmäßige Aussicht über die Altstadt aufs Kinzigtal bietende Festung "Halbmond" (Top-Link)
Oberhalb der Stadt Gelnhausen gelegene, circa 1535 erbaute und eine spitzenmäßige Aussicht über die Altstadt aufs Kinzigtal bietende Festung "Halbmond"
Traurig aber für viele Menschen meiner Meinung nach bittere Realität; kann ich mich allerdings gottlob von freisprechen
Traurig aber für viele wohl die Realität; kann ich mich allerdings gottlob abgesehen vom dritten Programmpunkt, der auch mich eines Tages ereilen wird, von freisprechen
Auch mein treuer Begleiter weiß (so ich ich) die sich vom Gelnhausener Halbmond aus bietende Top-Aussicht sowohl zu schätzen als auch zu genießen
Auch mein treuer Begleiter weiß (so ich ich) die sich vom Gelnhausener Halbmond aus bietende Top-Aussicht sowohl zu schätzen als auch zu genießen

Oberhalb des Stadtgartens gibt es einen Panoramaweg, auf den ich Bock hätte. Leider reicht die Zeit nicht aus. Sollte es meinerseit zu einem Wiedersehen mit Gelnhausen kommen, was gar nicht so unwahrscheinlich ist, ist letzerer jedoch gewiss auf der To-Do-Liste vermerkt.

Halbmond, unbedingt sehenswerte Festung über der Altstadt Gelnhausens (im Stadtgarten)
Halbmond, unbedingt sehenswerte Festung über der Altstadt Gelnhausens (im Stadtgarten)

Einen lauschigen Asselplatz zu finden ist zunächst nicht so einfach. Auf den Bänken hängen kiffende und biertrinkende Heranwachsende und auf dem Halbmond selbst drei lärmende, übermütige und auch kiffende Teenies herum. Ab und zu tauchen Spaziergänger auf, schauen sich um und gehen wieder. Was mache ich jetzt bloß? Richtig, ich ziehe weiter und finde abseits des Trubels eine durchaus ansprechende Sitzgelegenheit, auf der ich mich einrichte.

So so, die Offenbacher waren also hier und haben ihren gelinde gesagt bescheidenen Ruf mal wieder bestätigt
So so, die Offenbacher waren also hier und haben ihren gelinde gesagt bescheidenen Ruf mal wieder bestätigt
Gelnhausen von seiner schönsten Seite (vom Halbmond aus betrachtet)
Gelnhausen von seiner schönsten Seite (vom Halbmond aus betrachtet)

Nach dem Sonnenuntergang habe ich den Halbmond endlich ür mich alleine.

Blick vom diverse (leider mitunter stark frequentierte) Asselbänke bietenden Stadtgarten auf die Halbmond genannte Festung, Gelnhausen
Blick vom diverse (leider mitunter stark frequentierte) Asselbänke bietenden Stadtgarten auf die Halbmond genannte Festung, Gelnhausen
Lauschige, leider wie schon erwähnt selbst im Januar für meinen Geschmack zu stark frequentierte "Asselbank mit Aussicht", Gelnhausen
Lauschige, leider wie schon erwähnt selbst im Januar für meinen Geschmack zu stark frequentierte "Asselbank mit Aussicht", Gelnhausen

Die Zeit rast davon. Alles wie immer.

Blaue Stunde in Gelnhausen
Blaue Stunde in Gelnhausen

Abendliches Gelnhausen
Sympathien meinerseits sind der phänomenalen Fanszene wegen durchaus vorhanden...
In Gelnhausen die Nr.1 (Sympathien meinerseits sind der phänomenalen Fanszene wegen durchaus vorhanden)

Den spätabendlichen Zug nach Frankfurt habe ich komplett für mich alleine. Höre Musik und schaue aus dem Fenster, obwohl ich aufgrund der Spiegelung der Scheibe nichts von der Landschaft abgesehen von ab und zu vorbeirasenden Lichtern erkennen kann und lasse den heutigen Tag Revue passieren. Die Mission, den Weg zum Teil des Ziels zu machen ist gelungen. Wieder einmal erlange ich die Erkenntnis, dass man sich ruhig mal öfters in der Nähe der Heimat auf die Socken machen und umsehen sollte. Es gibt soviel zu entdecken, man muss halt einfach nur losmachen und aktiv werden. Wie auch immer.

An dieser Stelle liebe Grüße an "B C-L"
An dieser Stelle liebe Grüße an "B C-L"

Meine Bude für heute Nacht ist das mitten im Bahnhofsviertel gelegene Clarion Collection Frankfurt Central Station. Der Name verrät schon, weshalb ich mich abgesehen vom Übernachtungspreis und dem seitens des Hotels gebotenem für diese Unterkunft entschieden habe. Richtig, die Lage ist hauptausschlaggebend denn a) brauche ich vom Frankfurter Hbf hierher nur fünf Minuten zu Fuß und b) ist auch der morgige Veranstaltungsort nur einen sprichwörtlichen Katzensprung entfernt. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist natürlich nicht gerade besonders kuschelig aber das Hotel samt Zimmer sind toll. Würde hier jederzeit wieder pennen, wenn der Preis stimmt und es die Umstände erfordern.

Schade, dass ich es heute nicht mehr ins Gutleutviertel geschafft habe aber das liegt eher an der derzeitigen Tageskürze als an irgendetwas anderem sonst. Am Ende dieses TRs (Venedig, Neapel, Capri, Rom, Castel Gandolfo, Sofia und Frankfurt am Main - Trip im Spätherbst 2017; Link) gibt es Fotos von dort... . Bei Interesse: reinpfeifen.
Dir an dieser Stelle vielen Dank fürs Interesse an meinem Tagesausflug nach Hessen. Wenn Du magst kannst Du hier Kontakt zu mir aufnehmen.