Türkei: extrem kurzer 24-Stunden-Trip von Hannover nach Dalaman - Fethiye - Kayaköy - Ölüdeniz - Fethiye - Calis und wieder zurück...

Samstag:

Manchmal (wie oft habe ich diese Phrase schon von mir gegegeben bzw. "gedroschen"?) gibt es einfach Angebote, die ich nicht ablehnen kann. Das Angebot, einen knappen Tag in der Türkei zu verbringen, eine Geisterstadt zu sehen, eine Wanderung von einer verlassenen (griechischen) Siedlung durch die Berge an den meistfotografierten, angeblich schönsten türkischen Strand an der südlichen Ägäis machen zu können und dafür durch Gutscheineinsatz nur ´nen Fuffi abdrücken zu müssen ist ein solches. Abgesehen davon kenne ich die Gegend noch nicht. Auch den Flughafen nicht. Und Lykien ist schön. Hin da. Auch wenn die gut dreieinhalbstündigen Flüge offen gestanden so dicht aufeinanderfolgend ziemlich an die Substanz gehen und stressen. Was soll´s gebucht ist gebucht und so gehts an einem Samstag im Juni des Jahres 2013 in aller Herrgottsfrühe mit der S5 zum hannoverschen Flughafen.

Eines der Partyzentren Hannovers befindet sich quasi rund um den Raschplatz; samstags um 4:45h sind die Straßen voller Feierleichen...
Eines der Partyzentren Hannovers befindet sich quasi rund um den Raschplatz herum; samstags um 4:45h sind die Straßen voller Feierleichen...
Hannover Hbf vom Raschplatz aus gesehen
Hannover Hbf vom Raschplatz aus gesehen

Um 6:35h hebt die TUIfly-Boeing mit mir an Bord ab. Wie durch ein Wunder ergattere ich eine 3er Reihe für mich alleine. Am Notausgang, das bedeutet, dass ich massiv Platz zum Ausstrecken meiner Gräten habe.

Blick auf die Türkische Ägäis
Blick auf die Türkische Ägäis

Gekonnt verschlafe ich den Flug und lande, nachdem die Uhr eine Stunde vorgestellt werden musste, um 11:00h in Dalaman (w), einem bis auf den Airport (der wie jener von Entenhausen anmutet) bedeutungslosen Kaff und bekomme einen Stempel in den nach all den Jahren immer flodderigeren Reisepass gedrückt.

Dalaman Airport
Dalaman Airport (w)

Nun heißt es warten. Ich habe natürlich nichts außer der neuen Hüpferlitasche am Start und kein Gepäck aufgegeben.Deshalb sitze ich auch als erster im Transferbus, der mich und die anderen Touris ins circa 50Km entfernte Fethiye, genauer gesagt in den für seinen Kies-Sand-Strand bekannten Vorort Calis transportieren wird. Um 11:50 schließlich setzt sich das altersschwache, auf dem buchstäblich letzten Loch pfeifende Schrott-Vehikel in Bewegung. Es hat also eine gute Dreiviertelstunde gedauert, ehe auch der letzte der acht Mitinsassen Platz genommen hat. Oh man, wie ich solch sinnlose Zeitverschwendungen hasse. "Think positive!" flüstere ich mir selbst zu, denn immerhin ist der Transfer inkludiert. Ein Mietwagen hätte bei meinem Zeit- und Programmplan unabhängig von den relativ hohen Mietwagen- und den unverschämten Spritpreisen keinen Sinn gemacht, also muss ich da jetzt durch.

Busparkplatz bzw. Welcome-Desks vor dem Flughafenterminal von Dalaman
Busparkplatz bzw. Welcome-Desks vor dem Flughafenterminal von Dalaman
Im TUnterwegs (bergauf mit Tempo 30) vom Flugfhafen Dalaman Richtung Fethiye
Unterwegs (bergauf mit Tempo 30) vom Flugfhafen Dalaman Richtung Fethiye (w)

Nach einer knappen Stunde steige ich als einziger vor dem Hotel Truva (b) in Calis aus. Mit nichts als meiner neuen Hüpferlitasche, was der Busfahrer staunend registriert, checke ich ein. Auf den ersten Blick sieht das Etablissement, das von einem "Deutschländer" aus Berlin geführt wird, ansprechend aus. Auf den zweiten (Rezeption) und dritten (Zimmer) nicht mehr.

Hotel Truva, Calis: die Schokoladenseite
Hotel Truva, Calis: die Schokoladenseite

Der Besitzer persönlich lässt mich zwischen zwei Zimmern wählen. Beide sind nahezu identisch, einzig bei den Balkonen gibt es Unterschiede. Von dem einen hat man einen Blick auf den Poolbereich, von dem anderen auf eine wenige Meter entfernte Wand. Ich entscheide mich für das Zimmer mit Poolblick. Am Pool ist übrigens nichts los. Im ganzen Hotel ist nichts los. Im ganzen Ort ist, wie ich wenige Minuten später feststellen werde, nichts los. Egal, ich bleibe ja nicht lange. Auch jetzt nicht. Checke nur kurz die passwortgeschützte Internetverbindung, packe die neue Hüpferlitasche um und bin nach nur zehn Minuten wieder unterwegs. Bis ich die Tatsache, dass es in diesem Hotel echt keinen TV auf dem Zimmer gibt, verdaut habe, vergehen ein paar Minuten mehr. Meine Fresse, wie kann man nur in so einem Schuppen die schönste Zeit des Jahres verbringen? Gut, dass ich nur eine Nacht bleibe und den Laptop mitgeschleppt habe.

Zimmer im Hotel Truva: winzig, kein TV, kaum Stauraum, mieses Duschbad, kein TV, Balkon entweder mit Pool- oder komplett ohne irgendeinen Blick, dafür aber mit Mini-Kühlschrank, Klimaanlage und gut funktioriendem, im Übernachtungspreis enthaltenen Wifi
Zimmer im Hotel Truva: winzig, kein TV, kaum Stauraum, mieses Duschbad, kein TV, Balkon entweder mit Pool- oder komplett ohne irgendeinen Blick, dafür aber mit Mini-Kühlschrank, Klimaanlage und gut funktionierendem, im Übernachtungspreis enthaltenen Wifi
Sieht auf den Pics wesentlich geräumiger aus, als es ist!
Sieht auf den Pics wesentlich geräumiger aus, als es ist!

Zack, schon bin ich wieder unterwegs und latsche Richtung Fethiye, um wenige Minuten später in den erstbesten Dolmus stadteinwärts zu steigen. Zwei TRL, umgerechnet zur Zeit etwa 0,8€, kostet der halbstündige Ritt. Dolmusse fahren alle fünf Minuten, würde ich mal so schätzen.

In der Umgebung des Hotels Truva in Calis bei Fethiye findet man alles, was der typische Pauschalurlauber braucht: jede Menge Minishops, Lokale, Bars, Dolmusverbindungen und last but not least den Strand
In der Umgebung des Hotels Truva in Calis bei Fethiye findet man alles, was der typische Pauschalurlauber braucht: jede Menge Minishops, Lokale, Bars, Dolmusverbindungen und last but not least den StrandCalis, Dorfstraße
Calis, Dorfstraße

Im Schneckentempo setzt sich der Dolmus in Bewegung und hupt bei jedem Passanten. Erst als der Kleinbus halbwegs voll ist, fährt er mit annehmbarer Geschwindigkeit zum Otogar. Am Busbahnhof, von denen es anscheinend zwei in Fethiye gibt, warte ich auf den Bus nach Kayaköy, in die Geisterstadt. Zwanzig Minuten, so erzählt mir der Besitzer des Kiosks an der Bushaltestelle, habe ich Zeit. Also drehe ich eine kleine Runde durch die Stadt. Während des Rundgangs fällt mir ein wesentlicher Unterschied zu den Rundgängen in Alanya und Antalya auf. Die einheimischen Ladies sehen hier fast so aus wie in Izmir oder Istanbul. Der Schleierfaktor ist gering und kurze Röcke im Gesamtbild sind allgegenwärtig, auch unter den residenten Mädels. Den offensichtlichsten Unterschied bezüglich der touristischen Beherbungsbetriebe brauche ich wohl kaum zu nennen, oder? Okay, ich mache es trotzdem. Während zwischen Kemer und Alanya snobbige 4-5 Sterne-AI-Luxus-Resorts dominieren, sind es hier eher einfache Touristenhotels mit eher niedrigen Standards. Diese Tatsache führt zu einer abweichenden Gästestruktur, die mir wesentlich besser mundet. Auch wenn ich den Komfort eines, um das Nonplusultra zu nennen, Royal Holiday Palace in Lara vermisse.

Fethiye
Fethiye
Fethiye
Fethiye

Nach dem lütten Rundgang kaufe ich zwei 1,5L-Buddeln Mineralwasser (je 1 TRL) sowie ein Weißbrot (ebenfalls ein TRL) und steige in den halbstündlich (immer um voll und um halb) verkehrenden Dolmus von Fethiye Eski Camii (Alte Moschee) nach Kayaköy. Für 4,5 TRL nimmt mich der Fahrer mit. Los geht´s!

Auf nach Kayaköy!
Auf nach Kayaköy!

Die Route des Dolmus führt im verhassten Zick-Zack-Kurs über das Touri-Nepp-Dorf Hisarönü und dauert eine Weile. Genau genommen tatsächlich 40 Minuten. In Kayaköy steige ich aus und checke die Lage. Am zentralen Punkt gibt es ein Restaurant und einen Minishop. Im Minishop von Kayaköy stocke ich zu erstaunlich raisonablen Preisen meinen Flüssigkeitsvorrat für die nun unmittelbar bevorstehende Wanderung auf. Und latsche los.

Von diesem Park- und Dolmushaltestellenplatz gelangt man nach wenigen Schritten zum Eingang in die "Geisterstadt" Kayaköy (w)
Von diesem Park- und Dolmushaltestellenplatz gelangt man nach wenigen Schritten zum Eingang in die "Geisterstadt" Kayaköy (w)
Dolmus, mit dem ich von Fethiye nach Kayaköy gelangt bin
Dolmus, mit dem ich von Fethiye nach Kayaköy gelangt bin
"6Km" - lächerlich, oder? Nee, absolut nicht, wie sich wenig später bewahrheitet!
"6Km" - lächerlich, oder? Nee, absolut nicht, wie sich wenig später bewahrheitet!
Kayaköy - in dem kleinen Gartenhäuschen links ist übrigens der Ticketschalter (5,- TRL)
Kayaköy - in dem kleinen Gartenhäuschen links ist übrigens der Ticketschalter (5,- TRL)

Knapp zwei Euro sind zu blechen, um Zugang zu der verlassenen griechichen Stadt Levissimi, neuerdings unter dem Namen Kayaköy bekannt, gewährt zu bekommen. Im Eingangsbereich lungern ein paar Leute, die typisch-folkloristischen Kram verhökern, herum. Ich lasse die Tandler links liegen und betrete die verlassene Stadt. Ich bin sofort geflashed! Bin quasi von null auf hundert in zwei Sekunden.

Kayaköy
Kayaköy
Kayaköy
Kayaköy
Kayaköy
Kayaköy

In dieser ehemals griechischen Stadt, deren Bewohner mit den türkischen der Gegend damals zuverlässigen Internetquellen zufolge gut ausgekommen sind und regen Handel betrieben haben und die einst vorsichtig zu genießenden Schätzungen nach sage und schreibe 25.000 Einwohner gezählt hat fühle ich mich seltsam. Klar, bin wiegesagt geflashed. Aber auch ein wenig niedergeschlagen, das Szenario in Kayaköy ist anregend und beklemmend zugleich. Auf jeden Fall extrem krass und beeindruckend! Wieso mussten die Griechen ihre Heimat verlassen? Hier gibt´s Informationen aus dem Hause Wikipedia dazu.

Kayaköy
Kayaköy
Kayaköy
Kayaköy

Der sechs Km "kurze" Wanderweg von Kayaköy zum Strand von Ölüdeniz ist zwar an der Bushaltestelle unten im Ort (bei den Cafés und dem Minishop) ausgeschildert aber dennoch schwer zu finden, weil sich hier und da die ohnehin spärliche Wegmarkierung gänzlich verliert. Bis zum Ortsausgang komme ich klar, dann muss ich die vorsorglich aufs Iphone geladene Karte mittels App und GPS aktivieren, um ansatzweise vorwärts zu kommen. Nervig. Der Weg ist nicht mehr als ein Pfad, teils heftig steinig und steil. Man muss nicht nur permanent auf der Hut sein, sich nicht abzuledern, sondern auch aufpassen, nicht plötzlich im Nirgendwo zu stehen und sich zu verirren.

Letzter Blick auf Kayaköy, die Geisterstadt (diese Informationen solltest Du dir auf keinen Fall entgehen lassen!)
Letzter Blick auf Kayaköy, die Geisterstadt (diese Informationen solltest Du dir auf keinen Fall entgehen lassen!
)
Tja, ich stehe vor einem stetig wiederkehrenden Problem: wo ist der Pfad an den türkischen Traumstrand namens Ölüdeniz?
Tja, ich stehe vor einem stetig wiederkehrenden Problem: wo ist der Pfad an den türkischen Traumstrand namens Ölüdeniz?
Mediterane Vegetation an der Türkischen Ägäis, zwischen Coldwater Beach und Ölüdeniz, Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz
Mediterane Vegetation an der Türkischen Ägäis, zwischen Coldwater Beach und Ölüdeniz, Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz

Mediterane Vegetation an der Türkischen Ägäis, zwischen Coldwater Beach und Ölüdeniz, Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz
Was war das bloß? Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz
Was war das einst? Ein Unterstand? Ein Bunker? Fragezeichen im Gesicht, auf der Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz...
Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz: Blick auf Coldwater-Beach
Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz: Blick auf Coldwater-Beach


Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz: Blick auf die Bucht, in der sich der angeblich schönste, lieblichste und an Südsee erinnerndste Strand der Türkei befindet

Endlich mal wieder eine Markierung des Weges von Kayaköy nach Ölüdeniz; die Markierungen sind spärlich gesäht, habe mich ab und zu verirrt...
Endlich ist er mal eindeutig(st) als solcher erkennbar, der Pfad von Kayaköy nach Ölüdeniz
Endlich ist er mal eindeutig(st) als solcher erkennbar, der Pfad von Kayaköy (aka Levissi) nach Ölüdeniz
Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz: verlassener Bauernhof
Wanderung von Kayaköy nach Ölüdeniz: verlassener bzw. aufgegebener Brunnen (im Inneren sieht man es übrigens noch funkeln)

Dieses Teil war sicher die Tränke für die vielen, noch heute (wild) durch die Gegend ziehenden Ziegen
Ölüdeniz und die dazugehörige Lagune
Ölüdeniz und die dazugehörige Lagune

Die Wanderung, das kommt auf den Bildern vermutlich nicht rüber, ist strapaziös und wegen der fehlenden Markierungen teils auch nervenaufreibend. Sechs Kilometer können ganz schön lang sein. Kurz vor Erreichen des Wanderziels setze ich mich auf einen mit herrlicher Aussicht auf die Lagune von Ölüdeniz gesegneten Felsbrocken und genieße den Anblick dieser malerischen Landschaft. Dazu fülle ich Seiten und leere die zweite 1,5er-Bombe des noch immer angenehm kühlen Mineralwassers.

Danach geht es fix abwärts und schon bin ich auf Augenhöhe mit der Lagune.

Ölüdeniz: Lagune
Ölüdeniz: Lagune

An der Lagune entlang schlendere ich Richtung Touri-Siedlung, komme an einer Kobisnica-Style-Hochzeit vorbei und erreiche wenig später den Strand. Der besonders tolle Abschnitt, der in die Lagune hineinragt, ist übrigens kostenpflichtig.


Kobisnica-Style
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Zweigeteilter Strand in Ölüdeniz: auf der einen Seite, der extrem feinsandigen, angeblich karibisch anmutenden, kostet es, man höre und staune, Eintritt

Ölüdeniz, Promenade am Sandstrand

Ölüdeniz ist der wohl meistabgelichtete Strand der Türkei, weiß mich aber dennoch nicht zu begeistern. Und das liegt nicht nur am Wetter. Der Himmel hat sich zugezogen und es nieselt. Bei Sonnenschein wäre Ölüdeniz natürlich eine andere Hausnummer, das weiß ich selbst, aber mich wurmt einfach, dass man Eintritt zahlen muss um an den tollen Traumstrand zu gelangen. Abgesehen davon kenne ich etliche Strände (Sardinien, Korsika, Portugal), die den Glanz von Ölüdeniz locker verblassen lassen.

Ölüdeniz: nervtötende Partyboote gibt es mehr als genug
Ölüdeniz: nervtötende Partyboote gibt es mehr als genug
Okay, für türkische Relationen schon ziemlich geil, der Sandstrand von Ölüdeniz
Okay, für türkische Relationen schon ziemlich geil, der Sandstrand von Ölüdeniz

Typisch türkische Uferpromenade in Ölüdeniz (dank eines Bebauungsplans und des Status als Naturschutzgebiet gibt es hier keine Hotelbunker)

Mit dem Domus geht´s nach Fethiye. Am großen Otogar steige ich aus und erliege dem Hunger. Nehme Platz an einem Tisch im Freien und bestelle einen Iskender Kebab beim freundlichen Kellner des ausschließlich von Locals besuchten Restaurants. Dazu gönne ich mir einen Ayran. Wasser und Brot wird unentgeltlich gereicht. Fein. Leider kann der Iskender nicht mit seinem großen Vorbild aus Turgutreis mithalten. Was soll´s, einigermaßen satt und um fünf Euro erleichtert latsche ich eine halbe Stunde später der Hauptstraße Richtung Calis folgend weiter und freue mich auf ein Bad im südägäischen Mittelmeer.

Fethiye
Fethiye
Fethiye
Fethiye

Beim Marschieren am Straßenrand werde ich angehupt. Ich drehe mich um und entdecke ein Schild mit der Aufschrift "Calis" hinter der Windschutzscheibe des Dolmus. Für zwei weitere TRL werde ich nun bis vor die Tür des Hotels kutschiert und steige aus. Der Hotelbesitzer fragt, ob ich zu Abend essen will. Ich lehne ab. Will keine großen Umstände bereiten und traue ehrlich gesagt den hygienischen Bedingungen in der Küche nicht so recht über den Weg. Habe keine Lust, so wie T.L. nach dem Göteborg-Trip zu enden und verhalte mich deshalb konform zur oftzitierten Mutter der Porzellankiste. Mit einem Weißbrot, Cacik, Wasser und Bier hetze ich an den Strand von Calis und lasse es mir gutgehen.

Calis (bei Fethiye): Strand
Calis (bei Fethiye): Strand

Im Fethiye vorgelagerten Ferienort (vom Flughafen Dalaman aus kommend) namens Calis gibt es ein Überangebot an Cafés, Restaurants, Mini-Shops und Hotels. Jedenfalls zu diesem Zeitpunkt. Der Strand ist kieselig und sandig zugleich. Das Wasser herlich warm und klar. Nichts wie rein in die Fluten!

Calis bei Fethiye, Strand
Calis bei Fethiye, Strand

Das Mittelmeer ist hier und heute, an der südlichen türkischen Ägäis und Anfang Juni, der absolute Hammer. Lauwarm und klar. Eine gute halbe Stunde lang plansche ich, dann fülle ich Seiten. Letzten Endes sind es die sexelnden Teens, die mich vertreiben. Am unbeleuchteten Strand wälzen sie sich und sorgen dafür, dass ich mich verpisse.

Calis, Fethiye, Ägäis
Calis, Fethiye, Ägäis

In der Bude gibt es keine Glotze. Dafür aber im Übernachtungspreis inkludiertes Wifi. Und einen Balkon. Der nicht nutzbar ist, weil gerade eben nebenan ein dt. Touri-Esel samt Torte (würg!) eingezogen ist. Ich komme mit den beiden ins Gespräch und höre heraus, dass das Paar zehn Tage bleiben wird. Und die Bude gar nicht soooooooooo mies findet. Alter Schwede, das nenne ich mal anspruchslos, Respekt!

Nach einem kurzen Aufenthalt in den Weiten des Internets und einer miserablen Dusche reise ich ins Dreamland.

Sonntag:

Das Frühstück nehme ich mit. Weißbrot mit Käse und Wurst, dazu ein paar Stückchen Melone können nicht schaden. Der Transferbus ist überpünktlich und so geht es anstatt wie mitgeteilt um 9:20h schon um 8:45h los zum Flughafen Dalaman. Wo ich mir ein ruhiges, schattiges Plätzchen suche und gekonnt die Wartezeit bis zum Abflug des Condor-Jets vertreibe.

Airport Dalaman, Abflugebene
Airport Dalaman, Abflugebene

Der Flieger verlässt Dalaman pünktlich. Ich ergattere eine 3er Reihe für mich alleine und knacke. In Hannover angekommen ride ich mit der S5 in die City und falle wenig später hundemüde ins Bett. Nach zweistündigem Powernapping geht´s zum Grillen mit Freunden in den Herrenhäuser Gärten.

Fazit:

Cooles Wochenende!