Rhodos Kurztrip, Juni 2014
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Tag1:

Ja, es gibt sie immer wieder, die unablehnbaren Angebote. Die man meistens auf den einschlägig bekannten Reiseportalen wenige Tage vor dem Reisetermin finden kann. Mit viel Glück und ein wenig Verstand ergattere ich auf diese Weise einen Kurztrip nach Rhodos, bequem ab Hannover. 2x ÜF gibt es zu den Condor-Flügen dazu und ich bleche effektiv weniger als 60,-€ (!). Wie schon gesagt, da ist es doch sehr verständlich, dass der Buchungsfinger mal wieder zuckte und ich mich am frühen Morgen auf den Weg zum HAJ-Airport begebe. Immer wieder ein Genuss, die Strecke von der Homebase zum Airport mit dem Rad zurücklegen zu können. Das Wetter spielt mit und so genieße ich den Ritt in den frühen Morgenstunden. Zack, der Trip hat gerade erst angefangen und schon habe ich das erste Highlight im Sack.

Viel geht noch nicht am Flughafen Hannover
Viel geht noch nicht am Flughafen Hannover

Der Jet ist mittelprächtig ausgelastet und ich ergattere eine Dreierreihe für mich alleine. Ziehe die Luftschuhe aus und Wohlfühlwollsocken an. Begebe mich in die Horizontale und knacke. Locker anderthalb Stunden penne ich am Stück, perfekt. Sonnenstrahlen empfangen mich, als ich aus dem vergnarzten Dreamland in die Realität zurückkehre und der Blick aus dem Fenster mir sofort verrät, dass mich ein spitzenmäßiges Sommerwetter auf Rhodos empfangen wird.


Landeanflug auf Rhodos (w)

Überpünktlich betrete ich zum ersten Mal seit 2011 wieder griechischen Boden und halte Ausschau nach den Pauschaltouristen-Lotsen. Ich bin heute ein ebensolcher (ein Pauschalreisender, kein -Lotse, versteht sich) und habe das Komplettpaket erworben, d.h. dass sich der Reiseveranstalter um den Transfer zu meiner Bude kümmert. Im Bus muss ich dann leider eine geschlagene Dreiviertelstunde warten, ehe es endlich los geht. Gibt schlimmeres, ich weiß.

Rhodos Airport
Rhodos Airport
Flughafen Rhodos, die Armada der Transferbusse wartet schon...
Flughafen Rhodos, die Armada der Transferbusse wartet schon...

Die Bude des Budgets liegt am Rande eines der touristischen Epizentren der Insel (Faliraki) und nennt sich Ano Kampos Studios [b; map (wenn man "Ano Kampos Hotel & Studios, Faliraki, Griechenland" im "Maps"-Suchfeld eingibt landet man irgendwo, aber nicht bei der Unterkunft)] und ich habe auf gleichermaßen Glück und Pech. Glück, dass die Bude schon bezugsfertig, sauber und mit einem annehmbaren Wlan-Signal ausgestattet ist und Pech, dass diese schweineheiß und mit einer räudigen Rinnsaldusche daherkommt. Generell zu überdenken ist meines Erachtens der Umstand, dass man für die Nutzung der Klimaanlage 8,-€ pro 24h blechen muss. Heute bleibt die Air Con daher aus. Ansonsten ist meine Bude okay. Eins noch, der Kühlschrank ist große Klasse und hat ordentlich Power.

Da sitze ich nun schwitzend in der Bude und überlege, was ich idealerweise unternehmen sollte. Die Dusche hat null Abkühlung gebracht und ich bin genervt. So geht es nicht weiter, ich bin nicht hier um schwitzend und miesepetrig in der Bude zu sitzen und die Wand anzustarren, also schnappe ich mir das Sipgate-Handy und rufe die Rollervermietung an, die sofort einen Abhol-Fahrer los schickt.

Wenige Minuten später mache ich den Sozius und scheisse mir während des rasanten Ritts zum Hauptquartier der Vermieter fast in die Hose. Ich bin noch nie in meinem Leben Roller oder Motorrad oder sowas gefahren. Das für mich härteste war bislang eine Probefahrt auf der Mofa von good old T.L., die bergab auf fast 30 km/h kam. Dieses Erlebnis liegt nun gut 20 Jahre zurück - Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Zurück ins Hier und Jetzt. An der Vermieterbude muss ich meinen Perso samt Führerschein zeigen und bekomme eine halbstündige Einweisung. So ganz ohne Instruktionen lassen die einen Frischling wie mich hier gottlob nicht losbrettern. Ohne diese Schulung wäre ich sicher auf die Fresse geflogen und hätte in etlichen Situationen leichte bis mittelschwere Panikattacken bekommen. So geht´s. Wackelig fahre ich die ersten Meter aus Faliraki heraus, stoppe an der erstbesten Tanke und lasse paar Liter in den Tank laufen. Weiter geht´s gen Süden, mein Ziel ist der Tsambika Beach, einer der gemäß vertrauenswürdigen Internetquellen besten Strände der Insel Rhodos. Langsam aber sicher traue ich mich, auch mal 60-70 Km/h zu fahren und bekomme ansatzweise ein Gefühl für den heißen Ofen, auf dem ich sitze. Heiß ist auch meine Birne unter dem Helm, den ich mich allerdings anders als die Locals und wagemutigen anderen Touris nicht abzusetzen wage. Und das ist auch gut bzw. besser so.

Am Strand angekommen suche ich mir ein kostenneutral okkupierbares Plätzchen und realisiere erstmals wirklich, wo ich bin. Die gedanklich blinkende Landkarten-LED leistet in Kombination mit dem doppelten (erst in den kristallklaren korsikastylishen Mittelmeerfluten, dann in der Sonne) Bad beste Dienste beim endgültigen Ankommen im Tripgeschehen. Ja, Rhodos, ich bin nun auch mental total da.

Tsambika Strand, Rhodos
Tsambika Strand, Rhodos (Foto von oben)
Tsambika Strand, Rhodos
Tsambika Strand (map), Rhodos

Ein paar Mal aale ich mich in den Fluten und fühle mich ob der Wasserqualität stark an Korsika erinnert. Korsika-Style, eine höhere Wertschätzung kann Wasser aus meinem Munde gar nicht erfahren. Am frühen Nachmittag zieht es mich auf dem Roller zu einer Sehenswürdigkeit im Inselinneren, zu den Sieben Quellen.

Seven Springs / Sieben Quellen, Rhodos
Epta Piges (w) / Seven Springs / Sieben Quellen, Rhodos

Die unvermeidlichen Touri-Nippes-Buden dürfen hier natürlich nicht fehlen, das obligatorische Ausflugslokal ebenfalls nicht. Ich lasse keinen Cent dort und versorge mich mit aus der rücklings transportierten neuen Hüpferlitasche mit gutem griechischen Mineralwasser. Ich lasse hier keinen einzigen Cent? Nee, echt nicht, denn löblicherweise ist der Zutritt zu den Sieben Quellen auf Rhodos kostenfrei.

Epta Piges/ Seven Springs / Sieben Quellen, Rhodos: darf natürlich auch hier nicht fehlen, der Krims-Kram-Shop...
Epta Piges/ Seven Springs / Sieben Quellen, Rhodos: darf natürlich auch hier nicht fehlen, der obligatorische Krims-Kram-Shop...
Epta Piges/ Seven Springs / Sieben Quellen, Rhodos: darf natürlich auch hier nicht fehlen, der Krims-Kram-Shop...
Epta Piges/ Seven Springs / Sieben Quellen (viele fremde Bilder), Rhodos: darf natürlich auch hier nicht fehlen, der obligatorische Krims-Kram-Shop - sehr clever vom Betreiber, dass er seinem Laden den Zusatznamen "Schlangenhaus" verpasst hat und im Inneren paar Terrarien mit Viechern drin stehen...

Der Roller parkt in Pole Position und ich erkunde das Areal. Ein schönes, während der Saison jedoch leider und zugleich logischerweise überlaufenes Fleckchen Erde. Schattig, kühl, grün und fruchtbar. Lieblich plätschernde Bäche die sich nicht nur bei Forellen großer Beliebtheit erfreuen. Auch ich lasse es mir nicht nehmen, ein vitalisierendes Kneipp-Bad zu nehmen. Abgesehen von den Forellen und mir: etliche Enten und Gänse planschen hier und hoffen auf Proviant aus den Taschen der Besucher. Und in den Bäumen (!) relaxen Pfaue (!). Plural von Pfau ist doch Pfaue, oder? Wie auch immer, der Anblick dieser Vögel flasht mich jedenfalls recht ordentlich.

Ohne die Besuchermassen wären die Sieben Quellen ein wahrlich idyllischer Ort
Ohne die Besuchermassen (damit meine ich nicht nur jene im Hintergrund, hö hö...) wären die Sieben Quellen ein wahrlich idyllischer Ort
Einladendes Ausflugslokal am Bach auf dem Areal der Sieben Quellen, Rhodos
Einladendes Ausflugslokal am Bach auf dem Areal der Sieben Quellen, Rhodos
Unglaublich (für mein Verständnis; ich kenne die Viecher nur aus dem Schwentinepark oder aus zoologischen Gärten) aber wahr, die laufen hier frei herum (später auch am Stadtrand von Faliraki gesichtet), die Pfauen (w)
Unglaublich (für mein Verständnis; ich kenne die Viecher nur aus dem Schwentinepark oder aus zoologischen Gärten) aber wahr, die laufen hier frei herum (später auch am Stadtrand von Faliraki gesichtet), die Pfauen (w) und sitzen sogar in Bäumen (das hätte ich definitiv nie und nimmer erwartet!)

Vorangegangener Internetrecherche sei Dank weiß ich von der Möglichkeit, einen Hügel zu Fuß zu unterqueren. Einem engen dunklen Kanal folgend. Muss ich machen, klar.

Durch diesen circa 185m langen und unbeleuchteten Tunnel wate ich wie so viele andere "Abenteurer" auch zur anderen Seite, durch den Hügel hindurch (das Wasser ist im Juni angenehm kühl und reicht mir bis an die Wade)
Durch diesen circa 185m langen und unbeleuchteten Tunnel wate ich wie so viele andere "Abenteurer" auch zur anderen Seite, durch den Hügel hindurch (das Wasser ist im Juni angenehm kühl und reicht mir bis an die Wade)Da kommen all´die Abenteurer wieder raus aus dem Tunnel...
Da kommen all´die Abenteurer wieder raus aus dem Tunnel...

Die Tunnelpassage war nichts für Leute mit Platzangst und für mich ein Highlight. Zurück geht es einem Wanderweg folgend über den Hügel und so stehe ich wenig später wieder vor dem Miet-Roller, mit dem ich gen Faliraki bretter.

Wanderweg vom Tunnelausgang zurück zum Besucherzentrum der Sieben Quellen, Rhodos
Wanderweg vom Tunnelausgang zurück zum Besucherzentrum der Sieben Quellen, Rhodos

Etliche Enten und Gänse planschen hier und hoffen auf Proviant aus den Taschen der Besucher
Rhodos, Sieben Quellen: etliche Enten und Gänse planschen hier und hoffen auf Proviant aus den Taschen der Besucher

Da ich keine Lust verspüre, die Kohle in einem der lütten Hökerläden in Faliraki (womöglich noch ohne Kennzeichnung der Preise, nein Danke... ) zu verplempern freue ich mich über den großen Supermarkt, der auf dem Weg liegt - kurz plündern und weiter...

Ein Supermarkt ganz nach meinem Geschmack auf dem Weg vom Tsambika Strand nach Faliraki, direkt an der Hauptstraße und somit nicht zu verfehlen
Ein Supermarkt ganz nach meinem Geschmack auf dem Weg vom Tsambika Strand nach Faliraki, direkt an der Hauptstraße und somit nicht zu verfehlen

Die neue Hüpferlitasche auf dem Rücken ist bis zum Bersten gefüllt, die Plastiktasche aus dem Hause Pingo Doce auf dem Trittbrett zwischen meinen Beinen ebenfalls und so verzichte ich auf dem Ritt zurück zur Bude vorsorglich auf allzu hohes Tempo. Bis auf 70 Km/h habe ich mich heute heran getastet und das Teil kann noch mehr. Um das Limit zu erfahren muss ich allerdings noch mehr Routine haben. Will nicht so eine Kacke erleben wie Fetz vor zwanzig (!) Jahren bei Lindos. Zurück bei den Ano Kampos Studios wuchte ich den Proviant in die Bude und freue mich über die phänomenale Leistungsstärke des Kühlschranks. Der Einkauf war auch in diesem Ausmaß unbedingt nötig, denn in der unmittelbaren Umgebung gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Generell ist man hier zu Fuß ziemlich gekniffen. So ist es kaum verwunderlich, dass einige Gäste ihre Tage am Pool verbringen. Obwohl, ein wenig befremdlich ist´s schon, denn der Ladiko-Strand und die Anthony Quinn Bucht sind zu Fuß binnen einer halben Stunde erreichbar und locken mit Korsika-Style-Wasser und preiswerten Sonnenliegen samt Schirm. Und mal ehrlich, zum Abhängen an einem Pool braucht man doch wohl wirklich nicht nach Rhodos fliegen.

Ano Kampos Studios, Rhodos (Faliraki)
Ano Kampos Studios, Rhodos (Faliraki)

Ano Kampos Studios, Rhodos (Faliraki): unten an der T-Kreuzung rechts geht es gen Faliraki. Links und dann die nächste wieder links und immer dem Straßenverlauf nach via Ladiko Strand zur Anthony Quinn Bucht (bis zum Ladiko circa 25-30 Gehminuten)Ano Kampos Studios, Faliraki: der linke rote Roller ist vorübergehend meiner und der Balkon direkt vor dessen Schnauze gehört der von mir bewohnten Bude
Ano Kampos Studios, Faliraki: der linke rote Roller ist vorübergehend meiner und der Balkon direkt vor dessen Schnauze gehört der von mir bewohnten Bude

Außer der Quinn Bucht und dem Ladiko Strand befindet sich ein wunderbarer Aussichtspunkt mit hübscher weißgetünchter Kapelle in fußläufiger Entfernung zu den Ano Kampos Studios. Dort gedenke ich den Sonnenuntergang zu genießen. Doch dazu später mehr, zunächst zieht es mich ans Meer. Ich will noch rasch eine Runde schwimmen (im Meer, nicht im Pool) und bin neugierig auf die im Internet so hochgelobten Plätze.

Ladiko Strand (nahe Faliraki), Rhodos
Ladiko Strand (Pics; nahe Faliraki), Rhodos
Quinn Bucht (Pics; w; neben dem Ladiko-Beach bei Faliraki), Rhodos
Quinn Bucht (Pics; w; neben dem Ladiko-Beach bei Faliraki), Rhodos
Blick auf den Ladiko Strand vom gegenüberliegenden Ufer; Rhodos
Blick auf den Ladiko Strand vom gegenüberliegenden Ufer; Rhodos - hier werfe ich mich nochmal in die erfrischenden, einem Badesteg sei Dank unfallfrei erreichbar, Fluten, ehe es zurück zur Bude (und weiter) geht

Das Bad tut gut und so heize ich mit dem Roller zurück zur Unterkunft. Dort greife ich mir Tzatziki, Weißbrot, Oliven, Mineralwasser (ich achte stets darauf, keines aus den Ställen irgendwelcher Konzernungetüme zu kaufen) und paar nahezu eisgekühlte Fix (w) - Buddeln, werfe das Gerümpel in die neue Hüpferlitasche und latsche los auf den Berg. Auf welchen Berg? Auf jenen mit der weißgetünchten Kapelle. Oben angekommen will ich noch den Sonnenuntergang erleben, also spute ich mich.

Auf dem (Fuß-) Weg von den Ano Kampo Studios hinauf zum perfekten Asselplatz bei der liebreizenden weißgetünchten Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bucht
Auf dem (Fuß-) Weg von den Ano Kampo Studios hinauf zum perfekten Asselplatz bei der liebreizenden weißgetünchten Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn BuchtAuf dem (Fuß-) Weg von den Ano Kampo Studios hinauf zum perfekten Asselplatz bei der liebreizenden weißgetünchten Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bucht: Blick auf die Bucht von Faliraki
Auf dem (Fuß-) Weg von den Ano Kampo Studios hinauf zum perfekten Asselplatz bei der liebreizenden weißgetünchten Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bucht: Blick auf die Bucht von Faliraki

Alleine die Landschaft verdient einen aufmerksamen, müßigen Spaziergang hinauf auf den Berg. Zu doof, dass ich an anderen Stellen des Tages unwissend getrödelt habe und sich diese Zeitverluste nun zu rächen scheinen. Wie auch immer, ich habe es eilig und bin froh darüber, ein Handtuch schalartig um den Hals baumeln zu haben [so wie es einst Stefan von Erkan und Stefan (w) praktischerweise zu handhaben pflegte - Foto 1 - 2 - 3]. Anderenfalls würde mir der von der Stirn rinnende Schweiß die Sicht ebenso vernebeln wie die teils haarsträubend billigen Reiseangebote, die sich mit ein klein wenig Glück und Know-How immer wieder entdecken lassen. Ein solches Angebot hat bekanntlich zu meiner Anwesenheit geführt. Zurück ins Hier und Jetzt.

Rhodos, typische Landaschaft: auf dem (Fuß-) Weg von den Ano Kampo Studios hinauf zum perfekten Asselplatz bei der liebreizenden weißgetünchten Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bucht
Rhodos, typische Landschaft: auf dem (Fuß-) Weg von den Ano Kampo Studios hinauf zum perfekten Asselplatz bei der liebreizenden weißgetünchten Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bucht

Der Marsch zum perfekten Aselplatz ist anstrengend. Klar. Dennoch nehme ich mir immer wieder das Recht auf eine kurze Verschnaufpause. In welcher ich die Umgebung wirken lasse. So wird der Weg zum Ziel. Quasi.

Aus der asphaltierten wird eine staubige Straße, die sich mitunter steil nach oben schlängelt
Aus der asphaltierten wird eine staubige Straße, die sich mitunter steil nach oben schlängelt
Aus staubiger Piste wird wieder eine Asphaltstrecke, die schweißtreibend ist aber nicht an schönen Aussichten geizt
Aus staubiger Piste wird wieder eine Asphaltstrecke, die schweißtreibend ist aber nicht an schönen Aussichten geizt
Endlich ist der Gipfel des Hügels mit seiner weißgetünchten, liebreizenden Kapelle oben drauf, in Sicht
Endlich ist der Gipfel des Hügels mit seiner weißgetünchten, liebreizenden Kapelle oben drauf, in Sicht

Von den Ano Kampos Studios aus habe ich eine sportliche halbe Stunde gebraucht. Bergab wird es schneller gehen. Nun bin ich da und total begeistert von der Liebreiz versprühenden, nahezu betörend hübschen kleinen weißen Kapelle. Als erstes schaue ich mir diese von Innen an.

Wow, einfach nur wow! Wunderschöne Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bay, Rhodos (da ist das Ding)
Wow, einfach nur wow! Wunderschöne Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bay, Rhodos (da ist das Ding)
Innenansicht der wunderschönen Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bay, Rhodos
Innenansicht der wunderschönen Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bay, Rhodos
Schrägseitliche "Rückansicht" der wunderschönen Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bay, Rhodos
Schrägseitliche "Rückansicht" der wunderschönen Kapelle zwischen Faliraki und der Anthony Quinn Bay, Rhodos

Alleine die Kapelle hat schon den bei diesen Temperaturen zugegebenermaßen anstrengenden Marsch gerechtfertigt. Jetzt als Bonus oben drauf einen astreinen Asselplatz mit Aussicht und ein PSF wie jetzt gerade und ich drehe fast durch vor Begeisterung.

Was auch immer das einst war, wie auch immer es zwischendurch genutzt wurde, es ist stylish per (eigener) Definition - und zwar maximal!
Was auch immer das einst war, wie auch immer es zwischendurch genutzt wurde, es ist stylish per (eigener) Definition - und zwar maximal!

Hier oben ist so gut wie nichts los. Kein Wunder, denn die Kapelle ist nicht ausgeschildert, der Weg dorthin abschnittsweise für Mietwagenfahrer abschreckend und eine Wanderung für die meisten Leute wenig attraktiv. Hin und wieder, so einmal pro Stunde, tauchen paar Leute auf, die sich an der Aussicht auf Faliraki, den Ladiko-Strand und die Quinn-Bay ergötzen, paar Minuten lang "Aaah" und "Oooh" sagen, Fotos machen, mich wie ein Mondkalb anstarren und dann wieder abhauen. Ich habe es somit vorweggenommen, dass ich soviel geboten bekomme, dass ich tatsächlich fast ausraste vor Freude über diesen phänomenalen Asselplatz.

Blick auf die Bucht zwischen Quinn und Ladiko, Rhodos
Blick auf die Bucht zwischen Quinn und Ladiko, Rhodos
Anthony Quinn Bucht (aka Vagies-Bucht) vom perfekten Asselplatz aus
Anthony Quinn Bucht (aka Vagies-Bucht) vom perfekten Asselplatz aus
Blick auf die Bucht zwischen Quinn und Ladiko, Rhodos
Blick auf die Bucht von Faliraki, Rhodos

In der Böschung entdecke ich einen coolen Oldschool-Stuhl, der bequem und nutzbar ist. Ich stelle ihn auf einen betonierten Vorsprung und habe einen genialen Blick beim Seitenfüllen. Mehr geht nicht, echt nicht.

Asseln deluxe, mehr geht nicht - einer meiner aktuellen Top-Five-Asselplätze aller Zeiten!
Asseln deluxe, mehr geht nicht - einer der aktuellen Top-Five-Asselplätze! Bin regelrecht sprachlos. Hammergeill, laser!

Die Stunden vergehen mal wieder viel zu schnell und ich will spätestens bei Eintritt vollkommener Dunkelheit zurück auf der von einigen Laternen illuminierten Teerstraße sein. Es ist wie immer, ich habe zu wenig Zeit.Lege mich darauf fest, morgen früher an gleicher Stelle zu erscheinen.

Was soll ich noch groß hinzufügen? Mehr geht nicht. Das ist ein perfekter Asselplatz!
Was soll ich noch groß hinzufügen? Mehr geht nicht. Das ist ein perfekter Asselplatz!

Nach Sonnenuntergang greife ich mir den Stuhl und ziehe um, will noch auf die Bucht von Faliraki blicken. Dort ist die Sonne untergegangen, dort bieten sich die imposantesten Farbspiele am Himmel. Gesagt, getan.

Sonnenuntergang über einer Hügelkette am Stadtrand von Faliraki, Rhodos
Sonnenuntergang über einer Hügelkette am Stadtrand von Faliraki, Rhodos

Schließlich ist es dunkel. Noch ein Blick über die Bucht von Faliraki und ab ins Ano Kampos Studio.

Abendlicher Blick über die Bucht von Faliraki
Abendlicher Blick über die Bucht von Faliraki

Für den Marsch zurück packe ich mir Mucke-Stöpsel in die Ohren und brauche lediglich kurzweilig-beschwingte zwanzig Minuten. In der Bude habe ich aufgrund der Nähe zum Empfangsbereich tatsächlich Wifi und nutze dieses nach einer Dusche zum Abgleiten in die Weiten des Internets. Die acht Tacken für die Nutzung der Klimaanlage verkneife ich mir zähneknirschend und schwitzend. Gegen Mitternacht geht´s ins Dreamland.

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