Kurztrip, September 2015
Tag1:
Wanderung von Wolfsthal via Pottenburg, Königswarte, Berg in Niederösterreich, Kittsee und Museumsbunker nach Petrzalka, Bratislava
Tag2:
Fahrt mit dem Twin City Liner über die Donau nach Wien, Hütteldorf und (Tag3) wieder nach Hause

Aus leider gegebenem Anlass ein genereller Hinweis:
Ja, das hier ist extrem subjektive, freie und teils sicher sehr eigenwillige Meinungsäußerung. Diese folgt nicht den Regeln eines kommerziell ausgerichteten, weichgespült-schleimig-beliebigen Möchtegern-Reise- bzw. Szene- bzw. selbsternannten Lifestyleblogs auf der Jagd nach Supportern, Financiers, Werbekunden, Likes, Verlinkungen, Networking, Affiliates und so weiter. Kurz: ich verfolge keinerlei finanzielle Absichten, bekomme keinen Cent für das was ich hier für mich selbst, mein Umfeld und interessierte Leser mache.
Das ist hier ist darüber hinaus kein Reiseführer und keine Reportage, nichts was irgendwelchen journalistischen Grundsätzen und Regeln entsprechen soll. Kurz auch mal was zum sprachlichen Stil: ich bemühe mich, möglichst nah am gesprochenen Wort zu bleiben und bediene mich gern der teils vielleicht derben, vermeintlich ungehobelten Umgangssprache (Irrglaube bzw. Fehleinschätzung). Ist in meinem Fall authentischer als ständig gekünzelten elaborierten Code posermäßig und häufig stümperhaft gewollt und doch ungekonnt zur Schau zu stellen und damit (mitunter Pseudo- ) Eloquenz, Bildung und Kompetenz auf Krampf zu vermitteln.
Das hier ist ein Oldschool-Angebot, stammt vom Style her aus einer längst zurückliegenden Zeit und ist, wie andere dinosaurierartige Internet-Wegbegleiter die es schon niedergestreckt hat, vom Aussterben bedroht. Von mir aus auch für den Mainstream "zu Recht". Zum Teil ist es diese nun schon seit 2004 am Start befindliche Interseitseite (mit unterschiedlichen Domainendungen freilich) ja schon, also ausgestorben, meine ich. Schließlich sind große Teile der Präsenz überwiegend offline - warum eigentlich? Nun, abgesehen von massiven, nervenraubenden und übelst denunzierenden Anfeindungen musste ich schon viel Geld, Arbeit und natürlich Zeit aufbringen. Wofür ich das alles dann überhaupt noch mache? Für Abmahnungen und Beleidigungen? Nein, fürs Hobby, für Freunde und Bekannte, für Familie - für mich selbst.
Keep it real!
Ach eins noch: wenn Du alles kacke findest, zwingt dich keiner, dir den Mist reinzuziehen. Nun aber viel Spaß und angenehme Unterhaltung. Schön, dass Du da bist.

Tag2:

Gut, dass ich bei der Buchung des Tickets für den Twin City Liner von Bratislava nach Wien meine Handynummer und die Emailadresse angegeben habe. So erfahre ich rechtzeitig von der verspäteten Abfahrt. Anstatt um 10:30h geht´s nun um 11:30h los, allerdings nicht zum Schwedenplatz sondern zum Handelskai. Wirft meine Planung insofern über den Haufen, als dass es dadurch wieder nichts mit dem Besuch des Aussichtsturms und dem Umtausch der 500,- Schillingmünze in knapp 40,- Euro wird. Es gibt schlimmeres. Das Frühstücksbüffet ist inkludiert und okay. Um 11h stehe ich an der Donau und lasse den Anblick der UFO-Brücke wirken.

Bratislava, Most SNP aka Ufo-Brücke
Bratislava, Most SNP aka Ufo-Brücke
Bratislava, Most SNP und Wahrzeichen der Stadt (Burg)
Bratislava, Most SNP und Wahrzeichen der Stadt (Burg)

Zehn Gehminuten später erreiche ich den Pressburger Donauhafen.

Pressburger Donauhafen
Pressburger Donauhafen*

Pressburger Donauhafen

Der Katamaran steht schon bereit. Ich ergattere einen Platz auf dem Oberdeck und schon geht´s los.

Bratislava, Most SNP und Wahrzeichen der Stadt (Burg)
Bratislava, Donau, Most SNP und Wahrzeichen der Stadt (Burg)
Bratislava, Most SNP und Wahrzeichen der Stadt (Burg); daneben erst das Park Inn und dann das Devin, in dem ich vor vielen Jahren mal zu Gast sein durfte...
Bratislava, Most SNP und Wahrzeichen der Stadt (Burg); daneben erst das Park Inn und dann das Devin, in dem ich vor vielen Jahren mal zu Gast sein durfte...Blick zurück auf die Most SNP; der Katamaran nimmt Fahrt auf...
Blick zurück auf die Most SNP; der Katamaran nimmt Fahrt auf...

Wenig später passiert der Twin City Liner bereits die Burg Devin (w), die einen Besuch wert ist, falls man mal auf der Ecke ist. Kommt man übrigens mit einem durchgehenden Öffi-Bus, Abfahrt unter der Most SNP, hin. Und Devin, der gleichnamige Ort, liegt innerhalb der Tarifzone für die das 24h-Ticket gilt. Einem Ausflug von Bratislava aus steht also keinerlei Ausrede im Weg.

Burg Devin
Burg Devin (map)


Im März 2014 war ich im Rahmen des SK-CZ-A-Trips dort und hätte mir ein Wetter wie heute gewünscht.





Mündung der March in die Donau (gleichzeitig Staatsgrenze)
Mündung der March in die Donau (gleichzeitig Staatsgrenze)


Die Burg hatte mir damals echt gut gefallen.

Burg Devin und die Mündung der March in die Donau
Burg Devin und die Mündung der March in die Donau

Weiter geht es, vorbei an Hainburg/Donau.

Weiter geht es, vorbei an Hainburg
Weiter geht es, vorbei an Hainburg an der Donau
Brücke der 49...
Brücke der 49...
Made in Norway...
Made in Norway...
Im Inneren des Twin City Liners auf der Fahrt von Bratislava nach Wien (heute: Handelskai)
Im Inneren des Twin City Liners auf der Fahrt von Bratislava nach Wien (heute: Handelskai)

Da die Bootsfahrt heute nicht am Schwedenplatz sondern am Handelskai endet, muss der Katamaran durch die Schleuse beim Kraftwerk Freudenau (w). Kacke, dabei geht nochmal ne knappe Stunde meiner kostbaren Zeit drauf.

Schleuse, Kraftwerk Freudenau
Schleuse, Kraftwerk Freudenau
Oben angekommen, Ausfahrt aus der Schleuse
Oben angekommen, Ausfahrt aus der Schleuse

Bei bestem Spätsommerwetter rinnt die Zeit dahin. In der Nähe des Mexikoplatzes gehe ich endlich, zwei Stunden später und woanders als geplant, von Bord.

Donauhafen Wien Handelskai
Donauhafen Wien Handelskai
Twin City Liner
Twin City Liner

Bis zur Ubahnstation Vorgartenstraße gilt es ein gutes Stück zu latschen. Immerhin komme ich an einem an die Brückenwand geschriebenen, hoffentlich noch erkennbaren Spruch vorbei, der mir damals ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Vom Donauhafen gehe ich zur Ubahnstation Vorgartenstraße
Vom Donauhafen gehe ich zur Ubahnstation Vorgartenstraße


Das bemerkenswerte Statement, entdeckt im Mai 2010:

Das bemerkenswerte Statement
Das bemerkenswerte Statement 2005


Und zack, da ist es auch schon. Immer noch erkennbar. Und um eine weitere Weisheit ergänzt.


Das bemerkenswerte Statement 2015

Weiter geht es zur Ubahnhaltestelle. Schmunzelnd.

Wien, Ubahnstation Vorgartenstraße
Wien, Ubahnstation Vorgartenstraße

Auf dem Weg nach Schönbrunn muss ich eh umsteigen. Das erledige ich am Stephansdom (w). Und wo ich schon mal dort bin, begebe ich mich auch an die Erdoberfläche.

Stephansdom
Stephansdom

Im Stephansdom

Stephansdom

Eine kurze Rast in der Kärntner Straße ist angebracht.

Wien, Kärntner Straße
Wien, Kärntner Straße

Nach kurzerm Verschnaufen und Ankommen ziehe ich zum Karlsplatz. Ab Richtung Hütteldorf. Zunächst muss ich in Schönbrunn aussteigen. Von hier aus ist das Hotel des Tages am Besten erreichbar. Ich überquere den geliebten Wienfluss und werfe ein Auge auf eben jenen. Senhsucht. Lange dauert es nicht mehr bis zum Wiedersehen des genialen Asselplatzes in Hütteldorf. Den ich übrigens letztmals, gar nicht solange her, im Juli diesen Jahres beehrte.


Juli 2015 - Top-Asselplatz am Wienfluss, Hütteldorf
Juli 2015 - Top-Asselplatz am Wienfluss, Hütteldorf



Der Wienfluss auf Höhe der Haltestelle Schönbrunn
Der Wienfluss auf Höhe der Haltestelle Schönbrunn

Von der Haltestelle Schönbrunn zum Hotel HB1 Design und Budget ist es ein knackiger 20-Min-Marsch.

HB1 Design und Budget Hotel Schönbrunn
HB1 Design und Budget Hotel Schönbrunn (b)

An der Rezeption blockieren asiatische Gäste mit komplizierten Anliegen die Rezeption. Wieder vergehen kostbare Minuten. Dann der Check In, ab aufs Zimmer, Neue Hüpferlitasche umpacken und wieder los. Ziel: Hütteldorf. Der geneigte und interessierte Leser weiß längst, wo es hingeht. Kurz noch ein paar Worte zur Bude: für knapp 44,-€. Alles in Ordnung. Sauber, modern, gutes Wifi (für lau). Nebenan ein Penny. Doof nur, dass die nächste Ubahnhaltestelle weit weg ist (Johnstraße, eine gute Viertelstunde per Pedes).

HB1 Design und Budget: meine Bude
HB1 Design und Budget: meine Bude

Immerhin ist eine Straßenbahnhaltestelle vor der Tür. Ich fahre bis zur Endstation Richtung Hütteldorf und schaue mir die Baustelle des neuen Rapidstadions an.

Baustelle des Rapidstadions
Baustelle des Rapidstadions

Ich marschiere quer durch Hütteldorf und bin froh, endlich bei Penny anzukommen.


Unterwegs in Hütteldorf

Penny Markt. Mampf kaufen. Trank besorge ich bei Merkur, wie immer. Der Tradition und dem Sortiment verpflichtet. Und so wechseln ein paar Grieskirchner (w) den Besitzer. Dazu ein paar Mitbringsel für daheim und ab geht´s schnellen Schrittes an einen der alteingessensten Top-Asselplätze überhaupt, an den Wienfluss.

Immer wieder grüßt mich dieses Wandbild aufs Herzlichste...
Immer wieder grüßt mich dieses Wandbild aufs Herzlichste...
Dieses Wandbild grüßt neuerdings, seit Juli definitiv, ebenfalls aufs Herzlichste...
Dieses Wandbild grüßt neuerdings, seit Juli definitiv, ebenfalls aufs Herzlichste...

Und dann bin ich da und schlage Wurzeln. Als wäre ich zwischenzeitlich gar nicht weg gewesen. Welch toller Asselplatz. Welch genialer Sonnenuntergang. Alles deluxe! Mehr geht nicht.

Die Renaturierung (vid) zeigt Wirkung.



Wienfluss, April 2015:


Nach Sonnenuntergang mache ich mich auf den Weg zurück zum Hotel und halte vor einer m.E. lakonisch-tiefsinnigen Wandmalerei inne. Lasse meine Gedanken dazu kreisen und erlebe einen sehr angenehmen Brainstorm.

Ansichtssache aber ich denke das ist auch die Aussage des Schreiberlings...
Ansichtssache aber ich denke das ist auch die Aussage des Schreiberlings...

Zurück in der Bude geht´s fix ins Dreamland. Morgen werde ich bereits um halb sieben aufstehen müssen.

Tag3:

Als erstes der obligatorische Blick aus dem Zimmerfenster.

Blick aus dem Zimmerfenster
Blick aus dem Zimmerfenster

Um zum Flughafen zu gelangen wähle ich die Option, zu Fuß zum U-Bahnhof Johnstraße zu latschen, von da mit der Ubahn nach Mitte/Landstraße zu fahren und dort in die S7 umzusteigen. Los geht´s.

U-Bahnhof Johnstraße, Wien, unvergessen der erste Asselkontakt seitens B.A: mit den lokalen Weinverkäufern an Ort und Stelle...
U-Bahnhof Johnstraße, Wien, unvergessen der erste Asselkontakt seitens B.A. mit den lokalen Weinverkäufern an Ort und Stelle...

Alles geht glatt.

Wien Airport
Wien Airport

Und so sitze ich im überpünktlich abhebenden Jet nach Hannover und genieße die durch keinerlei Wolken getrübte Aussicht.

Ba ba, Wien - wir sehen uns 2016 wieder!
Ba ba, Wien - wir sehen uns 2016 wieder!

Kurzes Fazit: war geil!