Island, September 2019

Tag 1 - Tag 2 - Tag 3 - Tag 4 -Tag 5 - Tag 6 - Tag 7 - Tag 8 - Tag 9

Tag 3: Reynisfjara Strand - Vik - Gletscherlagune Jökulsárlón - Höfen - Djúpivogur

Ungefähr kurz nach Mitternacht fing es an zu regnen. Atonales, polytones und lautstarkes Prasseln von Regentropfen auf dem Autodach und der Windschutzscheibe des Mietwagens bis zum Frühstück sind nicht gerade ideal für eine erholsame Nacht im PKW, soviel ist mal sicher. Bis zum Frühstück? Schön wär´s. Der Dauerregen wird uns heute, in Kombination mit stetigem an Sturm erinnernden Wind, nicht von der Seite weichen. Kurzum: es regnet und stürmt den ganzen lieben Tag über; Island halt. Wussten wir ja bzw. hatten wir so auch erwartet, weshalb der Frust recht gering ausfällt. Wie auch immer, das Frühstück einzunehmen scheidet, jedenfalls im Freien (im PKW-Inneren ist´s dafür zu beengt), aus - klarer Fall. Zeit für eine Karte? Zeit für eine Karte.

Wir machen uns und den Mietwagen startklar und fahren zum Reynisfjara Strand.

Reynisfjara Strand
Reynisfjara Strand

Am Reynisfjara Strand angekommen hört der Regen kurz auf. BH und ich atmen auf und schauen uns um. Mich erinnert das alles hier hart an den sogenannten Giants Causeway in Nordirland, von den Basaltformationen her. Wettertechnisch sind leider ebenfalls Parallelen erkennbar.

Reynisfjara Strand
Reynisfjara Strand
Tomasz am Reynisfjara Strand, Island
Tomasz am Reynisfjara Strand, Island

Nach wenigen Minuten wird der Sturm zu heftig und wir verziehen uns zurück in die Mietkarre. Was nun? Frühstücken wäre langsam mal angebracht bzw. an der Zeit. Bei dem Wetter? Im Auto? Beides "nein". Also fahren wir erstmal weiter getreu der Devise: "es wird sich schon etwas passendes ergeben und sich alles zum Guten fügen". Zunächst beschliessen wir, in Vik zu tanken. Erledigt. Anschliessend entdecken wir eine windgeschützte, überdachte Nische in der wir dann fürstlich frühstücken. Manchmal läuft´s bestens, so wie "jetzt".

Weiter geht´s zu der in allen Reiseführern und auf allen sogenannten Reiseblogs maximalst abgefeierten Stelle, von der aus die aus der Lagune gen Meer treibenden (Gletscher-) Eisberge so schön zu sehen sein sollen. Dem ist tatsächlich so. Wie sich diese Stelle nennt? Sie (die Lagune) nennt sich "Gletscherlagune Jökulsárlón".

Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsárlón, Island
Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsárlón, Island
Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsárlón, Island
Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsárlón, Island (*Klick* aufs Foto und BH lässt sich kurz blicken)

Der Stop an der Lagune Jökulsárlón lohnt ungemein, keine Frage - kirmesartige Atmosphäre aufgrund der touristischen Massen hin oder her. Kirmesartige Disneylandatmosphäre ist hier in/auf Island ohnehin (jedenfalls entlang der großen Standardroute) allgegenwärtig. Man (jedenfalls was mich betrifft) muss es bestmöglich auszublenden versuchen, denke ich. Und den Fokus auf die einzigartige, landschaftliche Schönheit richten. Dann läuft´s auch wieder mit dem Zugang zu dieser wahrlich unfassbar beeindruckenden Szenerie, die Island zweifelsohne bietet.

Durch eben jene Szenerie fahren wir in allerbester Roadtripmanier Richtung Höfn (w), begleitet von Sturmböen und Dauerregen.

Kreuzung in "Downtwown" Höfn, Island
Kreuzung in "Downtwown" Höfn, Island

Bei diesem beschissenen Wetter ist es eine indiskutabel-gute Idee, Körper und Geist Wellness zu bieten. Wo? Im lokalen Schwimmbad von Höfn, welches mit einem Hot Pod, einem Kinder- und einem Schwimmerbecken sowie zwei coolen Rutschen ausgestattet ist und knapp unter zehn Euro Eintrittsentgeld kostet. Zahlbar ist der Eintritt selbstredend mittels Kreditkarte. Hier auf Island braucht man kein Bargeld. Sehe ich zwar nicht nur skeptisch sondern aus Datenschützersicht mehr als bloß kritisch aber was soll´s.

Miet-4x4 vorm Schwimmbad von Höfn
Miet-4x4 vorm Schwimmbad von Höfn

Der Besuch im Bad tut uns beiden gut. Alle Glieder sind durchgewärmt, Körper und Geist sind verwöhnt und wir beide bester Laune. Weiter geht´s gen Westen.

Unterwegs auf Island, zwischen Höfn und Djúpivogur
Unterwegs auf Island, zwischen Höfn und Djúpivogur
Unterwegs auf Island, zwischen Höfn und Djúpivogur (*Klick* aufs Pic und der Verfasser dieses TRs lässt sich mal wieder blicken)
Unterwegs auf Island, zwischen Höfn und Djúpivogur (*Klick* aufs Pic und der Verfasser dieses TRs lässt sich mal wieder blicken)
Wenn es ein Synonym für "abwechslungsreiche Landschaft mit ebenso abwechslungsreichem Wetter" gibt dann lautet eben jenes mit hoher Trefferquote wohl "Island"
Wenn es ein Synonym für "abwechslungsreiche Landschaft mit ebenso abwechslungsreichem Wetter" gibt dann lautet eben jenes mit hoher Trefferquote wohl "Island"

Dass wir einen trockenen Abschnitt noch heute seitens Petrus serviert bekommen werden würden hätten wir noch während des Bads in Höfn nicht für möglich gehalten. Entsprechend doll fällt unsere Freude darüber, dass dem tatsächlich zum Tagesende noch so ist, aus. Wir stoppen an einem einigermaßen windgeschützten Ort und essen zu Abend. Heute gibt es Hot Dogs. Wir haben alles am Start und lassen es uns schmecken.

Hot Dogs auf Island - abgesehen vom Meterbrot, dem Skyr, den isländischen (!) Tomaten, dem Kartoffelsalat (Bonus-Top-Produkt) und dem Tetra-Pak (Multivitaminsaft) alles (nun ja, soviel bleibt ja gar nicht mehr bei näherer Betrachtung) aus Deutschland handimportiert...
Hot Dogs auf Island - abgesehen vom Meterbrot, dem Skyr, den isländischen (!) Tomaten, dem Kartoffelsalat (Bonus-Top-Produkt) und dem Tetra-Pak (Multivitaminsaft) alles (nun ja, soviel bleibt ja gar nicht mehr bei näherer Betrachtung) aus Deutschland handimportiert...
Island - Wasserfälle, spektakuläre Landschaft (und entlang der Hauptrouten leider auch massenhaft Touristen) soweit das Auge schaut - Island ist echt ein absoluter Knaller in Sachen Natur und so, keine Frage
Island - Wasserfälle, spektakuläre Landschaft (und entlang der Hauptrouten leider auch massenhaft Touristen) soweit das Auge schaut - Island ist echt ein absoluter Knaller in Sachen Natur und so, keine FrageAuf dem Weg nach Djúpivogur
Auf dem Weg nach Djúpivogur
BH auf dem Weg nach Djúpivogur
BH auf dem Weg nach Djúpivogur
Tomasz auf dem Weg nach Djúpivogur
Tomasz auf dem Weg nach Djúpivogur
Auf dem Weg nach Djúpivogur
Auf dem Weg nach Djúpivogur

Auf dem Weg nach Djúpivogur müssen wir stoppen. Wir müssen? Ja, wir müssen, daran führt nichts und niemand vorbei.

Auf dem Weg nach Djúpivogur müssen wir, wir können gar nicht anders, anhalten, keine Frage
Auf dem Weg nach Djúpivogur müssen wir, wir können gar nicht anders, anhalten, keine Frage

Wie geil ist das denn? Unglaublich geil ist das! Was ist unglaublich geil? Das, was ich aus dem Auto heraus zum Glück der auf der Wannenkante sitzenden Leute wegen überhaupt erst erspähen durfte: einen absolut stylishen Hot Pod quasi mitten im Sankta Nirgendwo, kurz vor Djúpivogur (mehr verrate ich nicht).

Island (mehr geht nicht): absolut stylisher Hot Pod quasi mitten im Sankta Nirgendwo (in der Nähe von Djúpivogur)
Island (mehr geht nicht): absolut stylisher Hot Pod quasi mitten im Sankta Nirgendwo (in der Nähe von Djúpivogur)

Der Hot Pod ist der absolute Knaller der ultimativen Premium-Kategorie "mehr geht nicht" und bietet beste Entspannung. Das Bad regt die Gedanken an, verwöhnt Körper und Geist und es liegt eine Art Magie in der Luft. Das hier ist der absolute Hammer, der Hammer schlechthin. Nur geil. Unfassbar schön. Sofort ist klar, dass dies eines der Highlights der kompletten Tour darstellt. Sensationell. Hilfe, mir gehen die Superlative aus aber dieser Hot Pod ist einfach nur "laser"!

Wenig später erreichen wir das Hotel Framtid in Djúpivogur (w). Parkplätze sind zahlreich vorhanden. Parkplätze, die regelrecht zum Pennen im PKW einladen aber was soll´s, so ein Hotel zwischendurch kann sicher nicht schaden und ist zugegebenermaßen auch für mich verlockend.

Djúpivogur, Hafen
Djúpivogur, Hafen

Das gebuchte Zweibettzimmer ist kuschelig aka "hyggelig" (wie die Dänen zu sagen pflegen) und weiß zu gefallen. Ratz-fatz reisen BH und ich ins Reich der Träume und verbringen dort eine wunderbare, herrlich erholsame Zeit.

Weiter zu Tag 4