Island, September 2019
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Tag 4: Djúpivogur - Egilsstaðir - Vopnafjörður - Þórshöfn - Halbinsel " Langanes"
Das Frühstücksbuffet ist übersichtlich und dennoch der Kategorie "Weltklasse" zuzuordnen. BH und ich springen auf den Lebertran-(w)-Zug auf (auf eben jenem befinden wir, d.h. BH und ich, uns übrigens auch heute, über vier Monate nach dem erstmaligen Lebertran"genuss" und die erste von deren drei am Trip-Ende aus Island nach Hannover handimportierten Pullen Lysi ist bereits geleert... ) und machen so gegen neun Uhr in der Früh bereits los. Nach wenigen Kilometern auf der Ringstraße nehmen wir die nicht asphaltierte Pass-Straße (Nr. 939) Richtung Egilsstaðir und staunen einmal mehr und permanent über die sensationell anzuschauende isländische Top-Landschaft. Die Faszination nutzt sich anscheinend überhaupt nicht ab.
Auch am vierten Tag des Trips sind wir noch immer ebenso begeistert wie frisch nach der Landung in Keflavik.
Sensationell anzuschauende,
typisch isländische Top-Landschaft (*Klick* aufs Foto und der Verfasser
dieses Trip-Reports zeigt sich)
Sensationell anzuschauende,
typisch isländische Top-Landschaft
Sensationell anzuschauende,
typisch isländische Top-Landschaft
Sensationell anzuschauende,
typisch isländische Top-Landschaft
Auf der 939 ist ein 4x4 mit ordentlich Bodenfreiheit nützlich aber nicht unabdingbar, so unser Eindruck des hier und dort glitschig-rutschigen und andauernd matschigen Fahrvergnügens. Fahrvergnügen? Absolut! Durch diese wundervolle Landschaft zu cruisen und einen auf Vagabund oder Streuner (an dieser Stelle ein herzlicher Gruß an "PR") zu machen ist traumhaft, soviel ist mal sicher. BH und ich jedenfalls kommen vollends auf unsere Kosten und sind hin und weg.
In Egilsstaðir (w) beehren wir den lokalen Ableger der Billig-Discounter-Kette Nr.1 auf Island namens Bonus und fahren weiter auf der Ringstraße, der N1. Beim Verlassen der touristischen Hauptroute freuen wir uns, es wird rasch einsam und authentisch, kurzum: ganz nach unserem Geschmack. Ach ja, ehe ich es vergesse, es ist die Straße mit der Nummer 917, der wir fortan Richtung Heiðarhnjúkur-Pass (dessen höchste Erhebung liegt auf circa 605m, jedenfalls gemäß Höhenlinienkennzeichnung auf mapy.cz) folgen.
Hin und wieder macht es halt einfach Sinn, eine Karte zur Orientierung zu spendieren - so auch diesmal.
Das ist Island: ganz nach
unserem Geschmack; unterwegs auf der 917 zum Heiðarhnjúkur-Pass
(circa 605m gemäß Höhenlinienkennzeichnung auf mapy.cz)
Unterwegs auf der 917 gen
Vopnafjörður - die isländische Landschaft ist und bleibt legendär
Allradantrieb ist hier
definitiv angebracht
BH versucht, sich an der
Landschaft satt zu sehen -ohne Erfolg- Island ist einfach mega-geil, Amigos
Hier und da ist es in der Tat arg glitschig. Und neblig. Aber wir kommen durch und freuen uns wie Bolle, als wir endlich wieder einigermaßen auf Meereshöhenniveau angelangt sind.
Unterwegs im Nordosten Islands, kurz vor Vopnafjörður
BH hat gut lachen; Island
zieht die Mundwinkel stramm nach oben, keine Frage
Island ist einfach nur
"laser", keine Frage
Island
Gljufurarfoss, Island -
ob sich jemand mal ernsthaft überlegt hat, die Wasserfälle zu zählen?
Wohl kaum...
Island
Es ist an der Zeit, sich
´nen Kaffee reinzuflippen (à la Jerry
B. Anderson)
Unterwegs im Nordosten
Islands
Vopnafjörður
Kurz hinter Vopnafjörður halten wir an und überlegen, wohin es uns heute eigentlich noch verschlagen soll. Wo wir übernachten wollen. Und so. Ich entdecke einen verlassenen Ort namens "Skalar" auf der mapy.cz-App und recherchiere, vom EU-Roaming her ist hier auf Island übrigens alles soweit in Ordnung, anders als beispielsweise in der Schweiz, eben jenen (Skalar auf der Halbinsel Langanes) an. Wenig später steht fest: dort wollen wir heute hin. Die Halbinsel Langanes dürfte so ziemlich der hinterste "Arsch-der-Welt-Ort" auf Island sein; geil! Doch vorab geht es zum nächsten Etappenziel: die Rede ist von der "Hinterarsching"-Stadt namens "Þórshöfn" - vom Tor zur Halbinsel Langanes.
Typisch Island
Island, Blick auf Þórshöfn (w),
quasi das Tor zur absolut sehenswerten, einsamen Langanes-Halbinsel im Nordwesten
der Insel
Uns zieht es weiter Richtung Skalar; unterwegs auf der absolut sehenswerten,
einsamen Langanes-Halbinsel im Nordwesten Islands
Strand auf der Langanes-Halbinsel, Island
Hier im Nordosten Islands ist es einfach nur traumhaft. Regelrecht mystisch. Wir haben die Langanes-Halbinsel mehr oder minder für uns alleine und brauchen eben jene lediglich mit einer Menge Vögeln, halbdomestizierten Pferden und einem Schweizer Paar, welches mit dem eigenen Land Rover (hat jedenfalls eidgenössische Kennzeichen, das betagt-stylishe Qualitätsprodukt) unterwegs ist, teilen. Das alles hier hat große Chancen, als Definition von "Am Arsch der Welt" durchzugehen und weiß vollends zu begeistern. Schade nur, dass die fiese Brandung mir mehr noch als die für kurze Zeit hinnehmbaren Niedrigtemperaturen des hiesigen Atlantiks den Bade-Länderpunkt für Island verleidet. Aber hey, Moment mal, im Grunde genommen habe ich den ja bereits, und zwar des Hot Pods kurz vor Djúpivogur sei Dank.
Top-Brandung, Langanes-Halbinsel, Island
Unterwegs auf der Langanes-Halbinsel, Island: es geht in Richtung des verlassenen
Ortes namens "Skalar" und noch schaut die Straße absolut in
Ordnung aus, was sich wenige Kilometer weiter allerdings ändern wird...
Wir brettern so gut es geht über die Halbinsel gen Osten und konstatieren, dass auf diesem Terrain ein SUV unabdingbar ist. Beim Vogel-Beobachtungspunkt Hvalfjara schauen wir uns um und beschließen, hier zu übernachten. Inmitten der isländischen Natur. Mehr geht nicht! Die Platte mit Möwengeschrei brauchen wir hier nicht aufzulegen und auch die mit dem Wellenrauschen läuft von ganz alleine in Dauerschleife.
Am Vogelbeobachtungsplatz von Hvalfjara (Langanes, Island)
Mächtig Betrieb am Felsen vorm Vogelbeobachtungsplatz von Hvalfjara (Langanes,
Island)
Landschaft beim Vogelbeobachtungsplatz von Hvalfjara (Langanes, Island): rechts
gut zu sehen der Miet-Honda in Schlaf-Park-Position
Miet-Honda in Schlaf-Park-Position, Langanes-Halbinsel, Island: BH richtet
sich für die Nacht im Mietwagen ein
Miet-Honda in Schlaf-Park-Position,
Langanes-Halbinsel, Island:Tomasz kredenzt das Abendessen aus dem Fundus der
"Bordküche"
Beim Wind hat der kleine Gaskocher, ganz besonders in Kombination mit den niedrigen Temperaturen und der recht hohen Luftfeuchtigkeit hart zu kämpfen um meinem ihm erteilten Auftrag der Speisenerwärmung gerecht zu werden aber er packt es letzten Endes tatsächlich. Es gibt Nudeln mit Sauce Bolognese. Wobei es an und für sich eine Frechheit ist, dass sich das Fertigzeug überhaupt so nennen darf. Wie auch immer, es schmeckt einigermaßen und satt werden wir allemal. Nach dem Essen machen wir uns bettfertig und richten den Honda her. Stellen den Laptop in die Mitte, schauen eine Netflix-Konserve und reisen gemütlich ins Reich der Träume. Ich liebe es, im Freien im Auto zu knacken. Ganz besonders inmitten der Natur, so wie hier.
Tief in den Schlafsäcken und in nahezu kompletter Montur lassen sich auch die Wetterbedingungen ertragen, und zwar ohne wie befürchtet den Motor zwecks Zufuhr der Abwärme starten zu müssen. Zugegebenermaßen lassen wir den Motor ungefähr in der Mitte der Nacht dann allerdings doch noch ein paar Minuten laufen um für wohligere Wärme im Honda-Inneren sorgen.
Wie auch immer, kurzum: eine, wie ich finde, tolle Top-Nacht! BH sieht es, das wird sich morgen früh (Spoiler, schulle... ) herausstellen, etwas anders und ist gottlob lediglich "leicht" angepisst.