Serbien Rund-Tour
(Frühsommer 2021)

Tag 1 - Tag 2 -Tag 3 - Tag 4 - Tag 5 - Tag 6 - Tag 7 - Tag 8 - Tag 9 - Tag 10/11

Tag 4: Babin Zub - Mizor - Babin Zub

Boah ey, geil! Was für eine sensationelle, wunderschöne Nacht liegt bitte hinter uns? Ja Herrschaftszeiten, was war denn das, bitte? Die Nacht war der Hammer, man kann mittlerweile durchaus die Worte "mal wieder perfekt" in den Mund nehmen, egal ob es inflationär daher kommt oder nicht. Es ist halt, wie es ist. Selbstredend im positiven Sinne.

Morgenstimmung in der Nähe des höchsten serbischen Gipfels: für derartige Orte und (Penn-) Einsätze werden solche Fahrzeuge m.E. überhaupt produziert bzw. ausgebaut; Ende der Durchsage
Morgenstimmung in der Nähe des höchsten serbischen Gipfels: für derartige Orte und (Penn-) Einsätze werden solche Fahrzeuge m.E. überhaupt produziert bzw. ausgebaut; Ende der Durchsage

Wir bleiben länger als üblich liegen, es ist einfach zu schön. Irgendwann allerdings siegt der Bock auf die Wanderung über den Bock aufs Liegenbleiben und wir beginnen mit dem üblichen Programm zum Tagesstart.

Morgenstimmung in den serbischen Bergen, ganz in der Nähe vom Midzor
Morgenstimmung in den serbischen Bergen, ganz in der Nähe vom Midzor

Morgentoilette verrichten (damit meine ich übrigens insbesondere zähneputzen, waschen und so... ), umziehen, Sachen für den Tag rauslegen, Bett zurück bauen, Frühstück zubereiten, frühstücken und genießen lauten die nun die nächsten Punkte unserer aktuellen Agenda.

Ausgebauter T6 in seinem bestimmungsgemäßen Habitat, in diesem Fall in den serbischen Bergen nahe der Grenze zu Bulgarien
Ausgebauter T6 in seinem bestimmungsgemäßen Habitat, in diesem Fall in den serbischen Bergen nahe der Grenze zu Bulgarien
Diese 3,99-€-Mini-Pfanne vom Lidl in Dahn (OT Reichenbach) ist perfekt für ein (!) Spiegelei und ist zwischenzeitlich zu einem unverzichtbaren Utensil meiner T6-Bordküche geworden
Diese 3,99-€-Mini-Pfanne vom Lidl in Dahn (OT Reichenbach) ist perfekt für ein (!) Spiegelei und ist zwischenzeitlich zu einem unverzichtbaren Utensil meiner T6-Bordküche geworden

Nach dem Frühstück fahren wir die paar hundert Meter zum Ende der Sackgasse, parken den Bus und wandern los. Heute ist endlich der Midzor fällig ("fällich", so wie Laboe, gewissermaßen... ). Endlich? Ja, endlich denn wir wollten schon letztes Jahr im August rauf auf den höchsten serbischen Berg, von der bulgarischen Seite aus. Der Plan ging nicht auf, dämlicher Sinnlos-Regularien wegen. Alles vergessen, denn jetzt geht es los.

BH ist startklar für die Wanderung auf den Midzor
BH ist startklar für die Wanderung auf den Midzor
Blick auf den Midzor (ganz hinten, der mit den verschiedenen Schneefeldern ist es)
Blick auf den Midzor (ganz hinten, der mit den verschiedenen Schneefeldern ist es)

Tomasz zeigt, so wie das Schild, die korrekte Richtung an - ab geht´s, rauf auf den Midzor
Tomasz zeigt, so wie das Schild, die korrekte Richtung an - ab geht´s, rauf auf den Midzor

BH und die wunderschöne Landschaft haben etwas gemein: sie können eine ganze Menge und wissen mich vollends zu begeistern
BH auf dem Weg hinauf zum Gipfel vom Midzor, Frühsommer 2021
BH auf dem Weg hinauf zum Gipfel vom Midzor, Frühsommer 2021

Die Wanderung ist schweißtreibend und wartet mit allerlei mitunter recht steilen Auf- und Abstiegen auf. Es sind zwar nur knapp 8,5 Km pro Richtung, diese sind jedoch nicht zu unterschätzen und werden uns, soviel nehme ich an dieser Stelle ruhigen Gewissens vorweg, letzten Endes an den Rande unserer Komfortzonen bringen und mir einen verstauchten Zeh bescheren.

Da ist er, der Midzor in seiner vollen Pracht und Herrlichkeit (auf dem Kamm verläuft übrigens die Grenze zu Bulgarien)
Da ist er, der Midzor in seiner vollen Pracht und Herrlichkeit (auf dem Kamm verläuft übrigens die Grenze zu Bulgarien)

Bereits auf Island (eigener TR aus dem Jahr 2019) trafen wir auf halbwegs wilde Pferde. Halbwegs wild, halbwegs domestiziert, wie auch immer - klar wurde auf alle Fälle, dass diese edlen Geschöpfe (so wie alle anderen Tiere auch) mit Respekt zu behandeln sind und man eben jene in aller Ruhe auf sich zukommen lassen sollte. Ich nähere mich den Pferden, spreche dabei mit ihnen und sende eine Mischung aus Respekt, Selbstbewusstsein und Souveränität gepaart mit Interesse. Lange brauche ich nicht doof herumstehen, schon nach wenigen Minuten werde ich seitens der Herde interessiert beschnuppert, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Halbwegs wild, halbwegs domestiziert, wie auch immer - auf jeden Fall wunderschöne, edle Geschöpfe
Halbwegs wild, halbwegs domestiziert, wie auch immer - auf jeden Fall wunderschöne, edle Geschöpfe
Kontaktaufnahme beidseitig erfolgreich bzw. geglückt - BH und ich lieben Pferde
Kontaktaufnahme beidseitig erfolgreich bzw. geglückt - BH und ich lieben Pferde
BH freut sich, die Pferde freuen sich vermutlich ebenfalls - läuft mal wieder bei uns
BH freut sich, die Pferde freuen sich vermutlich ebenfalls - läuft mal wieder bei uns

Die kurze Verschnaufpause bei den Pferden tut uns gut. Weiter geht´s, rauf auf den Midzor.

Top-Landschaft beim Midzor (serbische Seite)
Top-Landschaft beim Midzor (serbische Seite)
Serbische Bergwelt in der Nähe vom Midzor
Serbische Bergwelt in der Nähe vom Midzor
Ungefähr mittig im Tal liegt das abgeschiedene Hinterarsching-Nest namens "Topli Do" (cooler Ortsname... ), auf das BH und ich Bock haben, welches allerdings nur allzu zeitraubend mit dem T6 erreichbar ist und für unseren nächsten Besuch in dieser Top-Gegend vorgemerkt wird
Mittig im Tal liegt das abgeschiedene Hinterarsching-Nest namens "Topli Do" (cooler Ortsname... ), auf das BH und ich Bock haben, welches allerdings nur allzu zeitraubend mit dem T6 erreichbar ist und für unseren nächsten Besuch in dieser Top-Gegend vorgemerkt wirdBH auf dem Weg zum Gipfel des Midzor
BH auf dem Weg zum Gipfel des Midzor
Letzte Etappe auf dem Weg zum Midzor, die paar Meter knallen wir auch noch weg, keine Frage...
Letzte Etappe auf dem Weg zum Midzor, die paar Meter knallen wir auch noch weg, keine Frage
BH auf dem Weg zum Gipfel des Midzor
BH auf dem Weg zum Gipfel des Midzor

Um die zwei Stunden, eher ein bischen länger, haben wir für die Wanderung auf den Midzor benötigt. Die Aussicht ist einfach nur geil.

Aussicht vom Gipfel des Midzor
Aussicht vom Gipfel des Midzor
Aussicht vom Gipfel des Midzor, Blick gen Osten nach Bulgarien
Aussicht vom Gipfel des Midzor, Blick gen Osten nach Bulgarien
Auf dem Gipfel des Midzor
Auf dem Gipfel des Midzor
Nur mehr wenige Schritte trennen BH vom Gipfel des Midzor
Nur mehr wenige Schritte trennen BH vom Gipfel des Midzor
Markierung des Gipfels (Midzor)
Markierung des Gipfels (Midzor)

Sauber, BH und ich haben es tatsächlich "endlich" auf den Midzor geschafft. Ein Grund zur Freude, den wir gehörig auskosten. Wir pflanzen uns, schlagen eine Weile lang Wurzeln, essen leckeren Proviant und schauen uns ausgiebig um. Wieder mal ein echter Trip-Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes. Kurios, dass wir den Gipfel für uns alleine haben, wir hatten mit größerem Andrang gerechnet. Wieder mal einer der Momente der Premium-Kategorie "mehr geht nicht".

Fotobeweis: Tomasz auf dem Midzor
Fotobeweis: Tomasz auf dem Midzor
Fotobeweis: BH auf dem Midzor
Fotobeweis: BH auf dem Midzor
Top-Snack!
Top-Snack auf 2.169 m über NN!
BH am Grenzstein Serbien / Bulgarien, auf dem Midzor
BH am Grenzstein Serbien / Bulgarien, auf dem Midzor
Tomasz auf dem Grenzstein Serbien / Bulgarien, auf dem Midzor
Tomasz auf dem Grenzstein Serbien / Bulgarien, auf dem Midzor

Die Zeit auf dem Gipfel haben wir in vollen Zügen genossen, das Gesamtpaket auf unseren inneren Festplatten bestmöglich gespeichert und dann geht es auch schon wieder zurück zum T6. Der Rückweg ist seltsamerweise gefühlt länger als der Hinweg, normalerweise verhält es sich anders herum. Es ist wie es ist; und steil. Blöderweise verstauche ich mir meinen Zeh - das wird morgen noch zu einem großen Thema. Ich greife schon wieder vor. Zurück zum Tagesgeschehen.

Serbisch-bulgarische Bergwelt beim Midzor
Serbisch-bulgarische Bergwelt beim Midzor
Blick vom Midzor ins Landesinnere Bulgariens
Blick vom Midzor ins Landesinnere Bulgariens
Blick vom Midzor ins Landesinnere Serbiens
Blick vom Midzor ins Landesinnere Serbiens
Rechts unter dem auf diesem Bild dunklen Felsen befindet sich übrigens unser Übernachtungsplatz der vergangenen und gleichermaßen folgenden Nacht
Rechts unter dem auf diesem Bild dunklen Felsen befindet sich übrigens unser Übernachtungsplatz der vergangenen und gleichermaßen folgenden Nacht
BH unterwegs in den Bergen, Serbien
BH unterwegs in den Bergen, Serbien

Kurz vorm Erreichen des Ausgangs- und Endpunkts der Wanderung auf den Midzor befindet sich eine fulminant sprudelnde Quelle. BH und ich lassen uns nicht lange bitten, holen die leeren Wasserbehältnisse, Klappstühle, Waschzeugs und so und sacken das nächste Highlight des Tages ein.

Tomasz genießt das Wohlfühlprogramm an der fulminant sprudelnden Quelle
Tomasz genießt das Wohlfühlprogramm an der fulminant sprudelnden Quelle
Frisch geduscht und herrlich erfrischt kann BH nicht anders, als den Daumen nach oben zu zeigen und rund wie ein Buslenkrad zu grinsen (ohne Ohren würde sie nun im Kreis lachen)
Frisch geduscht und herrlich erfrischt kann BH nicht anders, als den Daumen nach oben zu zeigen

Zur Übernachtung gönnen wir uns den gleichen Platz wie gestern. Einfach nur schön. Alles, außer dass ich mir halt leider beim Abstieg einen Zeh verstaucht und echte Schmerzen beim Auftreten habe.

Weiter zu Tag 5