Serbien
Rund-Tour
(Frühsommer 2021)
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10/11
Tag 4: Babin Zub - Mizor - Babin Zub
Boah ey, geil! Was für eine sensationelle, wunderschöne Nacht liegt bitte hinter uns? Ja Herrschaftszeiten, was war denn das, bitte? Die Nacht war der Hammer, man kann mittlerweile durchaus die Worte "mal wieder perfekt" in den Mund nehmen, egal ob es inflationär daher kommt oder nicht. Es ist halt, wie es ist. Selbstredend im positiven Sinne.

Morgenstimmung in der Nähe
des höchsten serbischen Gipfels: für derartige Orte und (Penn-)
Einsätze werden solche Fahrzeuge m.E. überhaupt produziert bzw.
ausgebaut; Ende der Durchsage
Wir bleiben länger als üblich liegen, es ist einfach zu schön. Irgendwann allerdings siegt der Bock auf die Wanderung über den Bock aufs Liegenbleiben und wir beginnen mit dem üblichen Programm zum Tagesstart.

Morgenstimmung in den serbischen
Bergen, ganz in der Nähe vom Midzor
Morgentoilette verrichten (damit meine ich übrigens insbesondere zähneputzen, waschen und so... ), umziehen, Sachen für den Tag rauslegen, Bett zurück bauen, Frühstück zubereiten, frühstücken und genießen lauten die nun die nächsten Punkte unserer aktuellen Agenda.

Ausgebauter T6 in seinem
bestimmungsgemäßen Habitat, in diesem Fall in den serbischen Bergen
nahe der Grenze zu Bulgarien

Diese 3,99-€-Mini-Pfanne
vom Lidl in Dahn (OT Reichenbach) ist perfekt für ein (!) Spiegelei und
ist zwischenzeitlich zu einem unverzichtbaren Utensil meiner T6-Bordküche
geworden
Nach dem Frühstück fahren wir die paar hundert Meter zum Ende der Sackgasse, parken den Bus und wandern los. Heute ist endlich der Midzor fällig ("fällich", so wie Laboe, gewissermaßen... ). Endlich? Ja, endlich denn wir wollten schon letztes Jahr im August rauf auf den höchsten serbischen Berg, von der bulgarischen Seite aus. Der Plan ging nicht auf, dämlicher Sinnlos-Regularien wegen. Alles vergessen, denn jetzt geht es los.

BH ist startklar für
die Wanderung auf den Midzor

Blick auf den Midzor (ganz
hinten, der mit den verschiedenen Schneefeldern ist es)

Tomasz zeigt, so wie das
Schild, die korrekte Richtung an - ab geht´s, rauf auf den Midzor

BH und die wunderschöne
Landschaft haben etwas gemein: sie können eine ganze Menge und wissen
mich vollends zu begeistern

BH auf dem Weg hinauf zum
Gipfel vom Midzor, Frühsommer 2021
Die Wanderung ist schweißtreibend und wartet mit allerlei mitunter recht steilen Auf- und Abstiegen auf. Es sind zwar nur knapp 8,5 Km pro Richtung, diese sind jedoch nicht zu unterschätzen und werden uns, soviel nehme ich an dieser Stelle ruhigen Gewissens vorweg, letzten Endes an den Rande unserer Komfortzonen bringen und mir einen verstauchten Zeh bescheren.

Da ist er, der Midzor in
seiner vollen Pracht und Herrlichkeit (auf dem Kamm verläuft übrigens
die Grenze zu Bulgarien)
Bereits auf Island (eigener TR aus dem Jahr 2019) trafen wir auf halbwegs wilde Pferde. Halbwegs wild, halbwegs domestiziert, wie auch immer - klar wurde auf alle Fälle, dass diese edlen Geschöpfe (so wie alle anderen Tiere auch) mit Respekt zu behandeln sind und man eben jene in aller Ruhe auf sich zukommen lassen sollte. Ich nähere mich den Pferden, spreche dabei mit ihnen und sende eine Mischung aus Respekt, Selbstbewusstsein und Souveränität gepaart mit Interesse. Lange brauche ich nicht doof herumstehen, schon nach wenigen Minuten werde ich seitens der Herde interessiert beschnuppert, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Halbwegs wild, halbwegs
domestiziert, wie auch immer - auf jeden Fall wunderschöne, edle Geschöpfe

Kontaktaufnahme beidseitig
erfolgreich bzw. geglückt - BH und ich lieben Pferde

BH freut sich, die Pferde
freuen sich vermutlich ebenfalls - läuft mal wieder bei uns
Die kurze Verschnaufpause bei den Pferden tut uns gut. Weiter geht´s, rauf auf den Midzor.

Top-Landschaft beim Midzor
(serbische Seite)

Serbische Bergwelt in der
Nähe vom Midzor

Mittig im Tal liegt das
abgeschiedene Hinterarsching-Nest namens "Topli Do" (cooler Ortsname...
), auf das BH und ich Bock haben, welches allerdings nur allzu zeitraubend
mit dem T6 erreichbar ist und für unseren nächsten Besuch in dieser
Top-Gegend vorgemerkt wird
BH auf dem Weg zum Gipfel
des Midzor

Letzte Etappe auf dem Weg
zum Midzor, die paar Meter knallen wir auch noch weg, keine Frage

BH auf dem Weg zum Gipfel
des Midzor
Um die zwei Stunden, eher ein bischen länger, haben wir für die Wanderung auf den Midzor benötigt. Die Aussicht ist einfach nur geil.

Aussicht vom Gipfel des
Midzor

Aussicht vom Gipfel des
Midzor, Blick gen Osten nach Bulgarien

Auf dem Gipfel des Midzor

Nur mehr wenige Schritte
trennen BH vom Gipfel des Midzor

Markierung des Gipfels
(Midzor)
Sauber, BH und ich haben es tatsächlich "endlich" auf den Midzor geschafft. Ein Grund zur Freude, den wir gehörig auskosten. Wir pflanzen uns, schlagen eine Weile lang Wurzeln, essen leckeren Proviant und schauen uns ausgiebig um. Wieder mal ein echter Trip-Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes. Kurios, dass wir den Gipfel für uns alleine haben, wir hatten mit größerem Andrang gerechnet. Wieder mal einer der Momente der Premium-Kategorie "mehr geht nicht".

Fotobeweis: Tomasz auf
dem Midzor

Fotobeweis: BH auf dem
Midzor

Top-Snack auf 2.169 m über
NN!

BH am Grenzstein Serbien
/ Bulgarien, auf dem Midzor

Tomasz auf dem Grenzstein
Serbien / Bulgarien, auf dem Midzor
Die Zeit auf dem Gipfel haben wir in vollen Zügen genossen, das Gesamtpaket auf unseren inneren Festplatten bestmöglich gespeichert und dann geht es auch schon wieder zurück zum T6. Der Rückweg ist seltsamerweise gefühlt länger als der Hinweg, normalerweise verhält es sich anders herum. Es ist wie es ist; und steil. Blöderweise verstauche ich mir meinen Zeh - das wird morgen noch zu einem großen Thema. Ich greife schon wieder vor. Zurück zum Tagesgeschehen.

Serbisch-bulgarische Bergwelt
beim Midzor

Blick vom Midzor ins Landesinnere
Bulgariens

Blick vom Midzor ins Landesinnere
Serbiens

Rechts unter dem auf diesem
Bild dunklen Felsen befindet sich übrigens unser Übernachtungsplatz
der vergangenen und gleichermaßen folgenden Nacht

BH unterwegs in den Bergen,
Serbien
Kurz vorm Erreichen des Ausgangs- und Endpunkts der Wanderung auf den Midzor befindet sich eine fulminant sprudelnde Quelle. BH und ich lassen uns nicht lange bitten, holen die leeren Wasserbehältnisse, Klappstühle, Waschzeugs und so und sacken das nächste Highlight des Tages ein.

Tomasz genießt das
Wohlfühlprogramm an der fulminant sprudelnden Quelle

Frisch geduscht und herrlich
erfrischt kann BH nicht anders, als den Daumen nach oben zu zeigen
Zur Übernachtung gönnen wir uns den gleichen Platz wie gestern. Einfach nur schön. Alles, außer dass ich mir halt leider beim Abstieg einen Zeh verstaucht und echte Schmerzen beim Auftreten habe.