Serbien
Rund-Tour
(Frühsommer 2021)
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10/11
Tag 7: Spajici Jezero - Zaovinsko Jezero - Aussichtspunkt Banjska Stena - Aussichtspunkt Oslua - Bajina Bata - Kucica na Drini - Ljubovija
Die Nacht war traumhaft. Ich wiederhole mich da gern, für solche Aktionen gibt es Kraftfahrzeuge wie das unsere überhaupt, so unsere einhellige Meinung; deshalb haben wir uns im Mai 2020 für den Kauf des Busses entschieden. Der Tag beginnt mit einem wie üblich fulminanten, begeisternden Frühstück im T6.

Bus in Übernachtungs-Park-Position am Spajici
Jezero

Handimportiert aus Luxemburg
und nun auf dem reich gedeckten Frühstückstisch im Tara Nationalpark:
köstlicher Sommerhonig aus der Gegend um Berghaff (map)
herum
Nach dem Frühstück brechen wir zur Umrundung des Zaovinsko Jezero auf. Darüber hinaus habe ich eine vielversprechende Route mit Hilfe der Top-App "mapy.cz" gebastelt, auf die wir beide heiß sind. Es soll tief in den Nationalpark hinein gehen und an einer Stelle werden wir, so der Plan, tatsächlich kurz in Bosnien reinschnuppern (eine aus Serbien kommende "Straße endet als Sackgasse auf bosnischem Territorium, siehe map; wird wenn´s klappt eine ähnlich coole Aktion wie im Mai 2020 mit dem kurzen Abstecher nach Norwegen - hier geht´s zum TR).

Blick zurück zum Übernachtungs-Platz
am Spajici Jezero

Blick auf den Zaovinsko
Jezero

Unterwegs im Tara Nationalpark
Leider sind wir aufgrund der "Straßen"verhältnisse gezwungen, den Ursprungsplan und auch den Bosnien-Sackgassen-Besuch zu streichen. Abseits der Hauptroute um den See sind die Wege gelinde gesagt abenteuerlich und nicht für einen T6 sondern für einen Geländewagen ausgelegt. An dieser Stelle schonmal eine Karte der heutigen Route.
Schade um den Bosnien-Abstecher. Schlechte Laune hat jedoch keine Chance, wir sind bestens drauf und immerhin bieten sich zahlreiche Gelegenheiten zum Auffüllen unserer Wasser-Reserven.

Top-Gelegenheit zum Auffüllen
der Wasser-Reserven (*klick* aufs Foto und BH zeigt sich vor der sprudelnden
Quelle)

BH trägt die Tüte
Wasser zum Bus; unterwegs im Tara Nationalpark
Weiter geht es zum wohl bekanntesten Aussichtspunkt der Gegend, dem Aussichtspunkt Banjska Stena. Vom nächstgelegenen Parkplatz aus ist dieser locker in einer halben Stunde erreichbar und Dank mapy.cz (Tipp: Wanderkarten-Ansicht auswählen) lässt sich sogar eine kurze Rundwanderung planen (und auch durchführen).

BH im "Brown Bear
Country", im Tara Nationalpark

Unterwegs im Tara Nationalpark,
in der Nähe vom Aussichtspunkt Banjska Stena

Unterwegs im Tara Nationalpark,BH
und Tomasz am Aussichtspunkt Banjska Stena

Aussicht vom Aussichtspunkt
Banjska Stena (gegenüber, auf der anderen Uferseite, ist übrigens
Bosnien, jedenfals offiziell; es handelt sich um den Landesteil "Republika
Srpska", von daher kann man eigentlich kaum von "Bosnien" sprechen...
)

Aussicht vom Aussichtspunkt
Banjska Stena

Blick aufs Wasserkraftwerk
von Bajina Basta (SRB)
Der Aussichtspunkt ist tatsächlich der Knaller, im positiven Sinne, versteht sich.

Top-Asselplatz ganz in
der Nähe vom Aussichtspunkt Banjska Stena (*klick* aufs Foto und Tomasz
wirft sich in Pose)
Es ist an der Zeit, dem Tara Nationalpark Adieu zu sagen. Da die meisten der gemäß Kartenstudium hochinteressanten Straßen für uns mit dem T6 leider eh nicht befahrbar sind haben wir die relevanten Dinge gesehen. Zudem bin ich bekanntermaßen seit der Midzor-Nummer nicht allzu gut zu Fuß, das ist nunmal Fakt. Schweren Herzens fahren wir an den Drin und halten unterwegs nochmal an einem beeindruckenden Aussichtspunkt namens "Oslua".

Blick vom Aussichtspunkt
namens "Oslua" über das Tal der Drin (landessprachlich
heißt der Fluß "Drina")
Wir fahren am Ufer der Drina entlang und kommen am auf einem Felsen im Fluß platzierten Häuschen (Kucica na Drini) vorbei. Zu doof, dass ich weshalb auch immer kein Foto davon mache - hier ein paar fremde Fotos von dem liebreizenden, wie ich finde irgendwie schwedisch anmutendem Teil. Ein paar Kilometer weiter flussabwärts legen BH und ich eine wohltuende Pause am erstaunlich klaren Drin ein.

Fluß Drin aka Drina
(Serbien)

Wenn wir nicht Angst vor
einem höheren Wasserstand hätten würden wir hier, an diesem
wunderschönen Platz am Drin, übernachten

Kurze Pause am Drin (unterwegs
im schönen Top-Reiseland Serbien)
Da wir Bammel vor Veränderungen des Wasserstandes haben entscheiden wir uns gegen eine Nacht an Ort und Stelle. Hier und da verlassen wir die Hauptstraße auf der Suche nach einem passenden Übernachtungsplatz, werden aber zunächst nicht fündig.

Unterwegs in Serbien, auf
der Suche nach einem passenden Übernachtungsplatz
In Ljubovija lassen wir uns letzten Endes nieder. Das leerstehende und dem Verfall preisgegebene Hotel in unserer direkten Nachbarschaft ist zwar ein bischen spooky aber der Platz an sich große Klasse.

Ljubovija, leerstehendes
und dem Verfall preisgegebenes Hotel
Wir parken direkt am Drin und richten uns ein. Als erstes kümmere ich mich mal wieder um den Grill. Kaum habe ich den Grill angeworfen, kommt ein Polizeiwagen vorbei. Die Polizisten interessieren sich einen Scheiß um uns und den qualmenden Grill. Serbien ist für Freisteher wie uns ganz gewiss eine absolute Top-Destination, keine Frage. Hier in Serbien ist die Gesamtsituation hinsichtlich des unsererseits so arg favorisierten Freistehens mega entspannt - großartig!

Ljubovija, am Drin

Tomasz kümmert sich
um landestypische Kost (Ljubovija, am Drin)

T6 in Übernachtungs-Park-Position
Das Abendessen ist mal wieder richtig lecker. Hier in Serbien gibt es Top-Ware zu Top-Preisen, das nutzen BH und ich gern aus. Nach dem Essen schauen wir uns mal wieder Netflix-Konserven an und reisen rasch ins Reich der Träume. Nachts regenet es, und zwar heftig. Juckt uns nicht, die Hauptsache ist, dass es morgen wieder aufhört.